Mittelohrimplantat

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07 Mai 2011 08:52 - 07 Mai 2011 18:00 #22457 von Manfred
Manfred erstellte das Thema Mittelohrimplantat
Hallo miteinander...

gestern wurde beim MHH Kongress die Operation eines Mittelohrimplantates gezeigt.
Ein neues Implantat, das einer bestimmten Patientengruppe helfen kann, wenn zB im Mittelohr eine klassische Schallleiterschwerhörigkeit vorliegt, die Gehörknöchel oder Steigbügel festgewachsen sind und bei Otosklerose. Hierbei wird eine Prothese auf den Steigbügel aufgesetzt.
Die Klangqualität ist normalen Hörgeräten überlegen, wie Untersuchungen der MHH ergaben.

Die Operation erfordert ein sehr hohes Geschick und viel Erfahrungen des Operateurs, wie wir gestern bei der OP sehr gut und beeindruckend auf der Großbildleinwand feststellen konnten.

Eine entsprechende OP ist nur möglich, wenn dem eine umfassende Untersuchung vorausgegangen ist, die verschiedene Parameter berücksichtigen muss.Allein zB mit einer Hörkurve ist das nicht zu entscheiden.

Es ist in jedem Fall wieder ein Schritt weiter, dass den Patienten immer differenziertere Therapien angeboten werden können und es individuelle Lösungsmöglichkeiten gibt.

Das war auch aus anderen Beiträgen bei diesem Kongress erkennbar, in denen neue Forschungsergebnisse, Untersuchungsmethoden und Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt wurden.

Ein Argument auch dafür, dass man eine umfassende Voruntersuchung in einer entsprechend ausgestatteten Klinik durchführen sollte und bei der Entscheidung vor der OP darauf achtet, wie viel Erfahrung der Operateur hat.

Grüße
Manfred

hier noch ein Zeitungsartikel dazu:
www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Neues-implantierbares-Hoergeraet-an-MHH-vorgestellt
Letzte Änderung: 07 Mai 2011 18:00 von Manfred.

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07 Mai 2011 10:04 #22458 von Rosemarie
Rosemarie antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Hallo,
im Schwerhörigenforum gibt es dazu einen Beitrag (Neues aus der Forschung), von der Patientin, die gestern operiert wurde.
Gruß, Rosemarie.

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07 Mai 2011 18:13 - 07 Mai 2011 18:18 #22459 von Manfred
Manfred antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
...es tut schon etwas weh, wenn man liest, mit welcher Oberflächigkeit und wie unsensibel , ja auch dumm, dort von den beteiligten Usern zu dem Produkt und der OP geschrieben wird.

Das ist jahrelange Entwicklungsarbeit, technisch und operativ.

Allein die Verkürzung der OP Dauer von 6 auf 2 Stunden ist auch für die Patienten eine ganz wesentliche u.a. Risikominimierung.
Man muss sich das einmal richtig ins Bewusstein rücken : 6 Stunden eine Microscop-OP als Operateur durchzustehen !
Die OP selber eine Gradwanderung.
Die Patientin konnte nahezu unmittelbar danach wieder aufstehen, es ging ihr gut,sie war beschwerdefrei. Ihr fällt nichts besseres dazu ein, als von der schnarchenden Nachbarin zu berichten und in ihrem "Dico-Sound" Statements abzugeben.

Manchmal schäme ich mich auch für meine Mit-Patienten.

Grüße
Manfred
Letzte Änderung: 07 Mai 2011 18:18 von Manfred.

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07 Mai 2011 23:00 #22460 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Hallo Manfred,

es handelt sich bei der Patientin um ein sehr junges Mädel. Es zeugt zwar trotzdem nicht von der feinen Kinderstube, aber sie hat es nicht leicht gehabt!

Gruß
Andrea

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08 Mai 2011 03:02 - 08 Mai 2011 04:14 #22461 von Rosemarie
Rosemarie antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Lieber Manfred,
ich glaube, Du tust der Patientin großes Unrecht. Was erwartest Du von dieser Patientin ? Sie ist froh und erleichtert, diese OP gut überstanden zu haben, gleich wieder fast fit zu sein, was ja ein großes Lob für den Narkosearzt ist. Wer macht sich als Patient schon große Gedanken,besonders wenn es ein junger Patient ist, was Ärzte im Op leisten? Vielleicht ein Patient der eine Herztransplantation bekam und wieder aufwachte oder ein Krebspatient, dem der Tumor erfolgreich entfernt wurde?
Ich habe mir nach meinen CI OP´s auch erst keine große Gedanken gemacht, erst als ich von mehreren Ärzten angesprochen wurde, die wohl alle meine 2. CI OP im OP verfolgt hatten, weil so eine Double Array OP nicht so oft gemacht wird. ERst da, habe ich mehr über diese OP und meine Ärztin nachgedacht.
Ja und eine schnarchende Mitpatientin im Zimmer, das ist wirklich nervtötend und es kommen nachts Mordgedanken auf, weil man schlafen möchte, es aber nicht kann.
Die anderen Usern im Forum haben doch fast alle nur dieser Patientin gratuliert, nach erfolgreicher Op. Was ist da dumm oder unsensibel? Woher sollen sie wissen, dass dies eine OP war, die jahrelang entwickelt wurde, eine große Herausfoderung für das Ärzteteam war?
Mir tut es schon leid, auf das andere Forum hingewiesen zu haben!
Manfred, wir sind schon älter, denken auch an die Menschen, die an uns gearbeitet haben, viel geleistet haben. Als junger Mensch, würde ich an so etwas auch nicht denken.
Gruß, Rosemarie.
Letzte Änderung: 08 Mai 2011 04:14 von Rosemarie.
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09 Mai 2011 05:59 #22464 von Gudrun
Gudrun antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Manfred, ich finde überhaupt nichts Schlimmes an den Kommentaren der User und der Patientin in dem anderen Forum. Da sind HIER schon andere Aussagen gefallen, die ich weitaus weniger angemessen fand.

gehörlos geboren, mit 2 HG aufgewachsen, jetzt CI rechts seit 09/2007 (erst Freedom, dann Nucleus 5), HG links

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09 Mai 2011 12:16 - 09 Mai 2011 12:20 #22465 von ChrisH
ChrisH antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Nun ja, schlimm oder nicht schlimm ... den "Disco-Sound" lassen wir mal aussen vor ... "ins Hirn eingebuddelt" ist zumindest absolut unsachlich.

Für mein Empfinden wird im Forum viel zu viel über das "wie hat der/die das geschrieben" oder "was hat er/sie gemeint" diskutiert. Nicht selten wird hineininterpretiert, oft ohne Ende. Das zieht dann Rechtfertigungen nach sich und mündet nicht selten in heftige Streitereien, die keinem etwas bringen. Würde mich nicht wundern, wenn manch stiller Leser sich enttäuscht verabschiedet.

Mich würde an diesem neuen Mittelohrimplantat zunächst mal der Unterschied zur Vibrant Soundbridge (VSB) interessieren. DACS und VSB setzen beide am Steigbügel an. Verstehe ich das richtig, dass VSB den Steigbügel unterstützt, das DACS aber den Steigbügel ersetzt?

rechts 1999-2012 AB C1.2 ab 04/2012 AB HiRes90K / AB Naida
links 07/2011 AB HiRes90K / AB Naida
Letzte Änderung: 09 Mai 2011 12:20 von ChrisH.

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09 Mai 2011 12:37 - 09 Mai 2011 12:39 #22466 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Hallo an alle,

was die Dame aus dem anderen Forum angeht. Ich halte es für eine jugendliche, bemüht rotzige Sprache, die offenbar unter Jugendlichen "in" ist. "Ins Gehirn einbuddeln" oder auch der sehr despektierliche Ausdruck "Omma", sind da doch offensichtlich und entlarvend. Aber wenn ich bedenke, wie obercool und wenig sensibel wir als Jugendliche waren; Nur war damals das Internet noch nicht allgemein verbreitet, so dass die Peinlichkeiten nicht für immer und ewig schriftlich festgehalten wurden. Daher habe ich Hoffenung, dass auch dieses Mädchen noch lernt, sich besser und vor allen Dingen netter(!) auszudrücken.

Ich verstehe es ganauso wie Christian, dass das DACS den Steigbügel ersetzt. Es kann auf jeden Fall für deutlich schwerer Hörschäden eingesetzt werden als das VS: Rein äußerlich sieht es auch genauso aus wie ein CI; da der DACS Prozessor genauso aussieht wie ein Cochlear CI-Prozessor.

Viele Grüße
Andrea
Letzte Änderung: 09 Mai 2011 12:39 von andrea.

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09 Mai 2011 14:36 #22467 von CI-Candidat
CI-Candidat antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Hallo an alle,

Als Betroffene und inzwischen an Taubheit grenzende schwerhörige Patientin bin ich durch das hier genannte Schwerhoerigenforum nun auch auf diese Seite gelangt.

Und ich möchte doch anregen, den neuen Beitrag der Patientin, der hier so heftig ins Kreuzverhör geraten ist , noch einmal dort zu lesen. Er gibt auf vieles eine Antwort .

Aber ich möchte eines einmal aus meiner Sicht sagen: Ich bewundere die Technik aufs äußerste, habe höchste Achtung vor der Entwicklung , den Ärzten etc. Aber sind wir selber Ärzte ? Wir sind Menschen - und ein Forum ist nun einmal auch ein Austausch von Menschen für Menschen . Und nicht nur den Beitrag sondern auch die User in einem Forum , in dem man nicht selbst aktiv ist, als dumm hinzustellen , finde ich persönlich sehr anmassend. Das jedem Implantat - egal ob CI , VSB oder DACS , jahrzehnte lange Entwicklung und und und vorausgeht , das ist JEDEM Betroffenen klar. Aber ich denke hierzu gibt es genug Foren speziell für die Fachwelt . Aber den Mensch hinter den Patentienten sollten wir nicht vergessen. Denn er ermöglicht es erst dass die Forschung udn Studien stattfinden können, indem er sich für Operationen etc bereit erklärt.

Viele Grüße !

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09 Mai 2011 15:40 #22469 von maryanne
maryanne antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Das Vorgehen hier finde ich höchst bemerkenswert: Eine Stellungnahme zu einem Thread aus eine völlig anderen Forum nicht nur zu geben, sondern auch Wertungen dazu abzugeben und die Posterin zurechtzuweisen, ist absolut nicht die feine englische Art.
Sie hat übrigens ihrerseits dazu im anderen Forum Stellung bezogen und bittet, darauf hinzuweisen.
M.E. ist ein Internet-Forum kein Ort der Erziehung. Jeder mag die im besagten Forum geäußerten Flapsigkeiten bewerten, wie er will.
Zum Fremdschämen: dazu stehen derzeit wahrlich exponiertere Persönlichkeiten im Licht der Öffentlichkeit. Und zweitens zum Fremdschämen: lieber Fremdschämen als sich an die eigene Nase fassen?
Wer im Glashaus sitzt, tut gut daran, auf's Steinewerfen zu verzichten.

Und schließlich: eine Prise Humor hat noch keinem geschadet.

Maryanne

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09 Mai 2011 16:58 #22470 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Huhu,

dank Maryannes Hinweis habe ich im anderen Forum jetzt auch die Stellungsnahme der Userin Cadi gelesen.

Zum Einen finde ich schon, dass man auf eine wenig angemessene Sprache hinweisen darf. Nur hätte man solche Hinweise per Pm oder zumindest dort geben sollen, wo es passiert ist und sich nicht hier in einem Fremdforum darüber auszulassen. Ich glaube, die Mitpatientin auf dem Zimmer wäre verletzt, wenn sie Cadis Ergüsse liest. Und dass das passiert, ist ja doch relativ wahrscheinlich, zumindest dann wenn diese Patientin wegen CI in der Klinik sein sollte. Cadi, man trifft sich immer zwei Mal im Leben. ;)

Cadi hat auch diesen Link gegeben: www.acousticimplants.com . Dort wird ein DACS von Phonak (in Zusammenarbeit mit AB entwickelt) ziemlich gut beschrieben. Und wie es ausschaut, wird der Steigbügel tatsächlich durch das Implantat ersetzt, was ja gerade bei Otosklarose einen Sinn macht. Laut dem Artikel in der Zeitung musses von Cochlear wohl auch ein ähnliches System geben.

Viele Grüße
Andrea

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09 Mai 2011 17:31 #22471 von maryanne
maryanne antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Jo Andrea! Könnte aber doch sein, dass die schnarchende Dame ein humorvoller Mensch ist - und wenn nicht, dann ist das nicht das Problem des haceige-Forums.
Im Übrigen können wir, zumindest was das Schnarchen betrifft, nicht mitreden :)

maryanne

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11 Mai 2011 15:59 - 11 Mai 2011 20:39 #22478 von Manfred
Manfred antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
...es geht auch anders ...

Ich war am letzten Sonntag in der Kirche und habe an einem Gottesdienst teilgenommen.
In dieser Kirche besteht die Möglichkeit, dass Mitglieder der Gemeinde nach vorne gehen und etwas erzählen, was sie erlebt haben, was sie der Gemeinde mitteilen möchten oder um was sie bitten/beten möchten...

Es ging auch ein junges Mädchen (...ich schätze sie auf ca 17 Jahre) nach vorne, das von einem Unfall berichtete, den sie mit anderen Jugendlichen als Beteiligte in einem KFZ nach einer Abendveranstaltung miterlebt hatte.
Eine der Jugendlichen war schwer verletzt ,musste ins Krankenhaus und stundenlang operiert werden. Das schilderte das Mädchen mit tränenerstickter Stimme und sichtlich mitgenommen.
Sie bedankte sich dann bei all denen, die geholfen hatten. Bei dieser Danksagung nannte sie auch ausdrücklich die Ärzte und Rettungskräfte.

Wenn ich das Thema aufgegriffen habe, dann geht es mir um das grundsätzliche Verhalten und die Denkweise, die viele Patienten haben. Ich erlebe es nur äußerst selten, dass jemand einmal ausdrücklich auch die Arbeit der beteiligten Fachkräfte lobt.

Als möglicherweise "dumm" habe ich es in dem Zusammenhang empfunden, wenn -sozusagen vorsorglich - von einem User dort, der MHH zunächst einmal unterstellt wird, dass sie etwas gemacht hat, was man nicht machen soll oder darf.

Die Patientin selber hat ihren Beitrag geschrieben, nachdem sie auf einer DVD ihre OP gesehen hatte.
Jeder, der in dem Kongresssaal die Live-Übertragung gesehen hat, wird bestätigen, dass es eine äusserst komplizierte OP war und es zu organischen Zwischenfällen kam, die an den Operateur höchste Anforderungen gestellt hat. Mir haben gleich 2 Fach-Ärzte danach gesagt, dass sie froh waren, dass sie diese OP nicht machen mussten.
Ohne ins Detail zu gehen, ist es auch für einen Laien auf einer DVD erkennbar, wie schwer das war. Unabhängig davon kann und sollte man sich das mit Fachkräften zusammen anschauen und sich das erklären lassen.Wahrscheinlich wurde das auch gemacht.

Danach wäre ein anerkenndes Wort für diese Arbeit angebracht gewesen.

Um das aber nochmals hervorzuheben, es geht mir nicht um die beteiligten Personen, die im übrigen ja auch anonym sind, sondern es war für mich eigentlich nur eine Verhaltensweise, die man ähnlich und in anderer Form immer wieder in den Foren, aber auch in den persönlichen Gesprächen antreffen kann.

Etwas Lob tut gut und man sollte nicht ungerecht sein.
Wenn das vielleicht durch diesen Thraed wieder ein wenig mehr ins Bewusstsein gekommen ist, dann hat es etwas Gutes.


Grüße
Manfred
Letzte Änderung: 11 Mai 2011 20:39 von Manfred.

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12 Mai 2011 15:10 #22481 von TaubeNuss
TaubeNuss antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Du vergleichst gerade nicht ernsthaft ein Forum mit Kirche???? :pinch:

Danach wäre ein anerkenndes Wort für diese Arbeit angebracht gewesen.

du hast keine Ahnung, was die Patentin zu den Ärzten gesagt hat, oder warst du dabei? Selbst wenn ist das ihr Problem und nicht deines.
Du bist nicht der Erziehungsberechtige anderer Volljähriger.

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12 Mai 2011 15:46 #22483 von Rosemarie
Rosemarie antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Hallo Manfred,
mal ehrlich, hast Du nach Deiner Implantation den Ärzten und Pflegepersonal gedankt, ein Lob ausgesprochen,gleich noch am ersten Tag oder warst Du auch erst einmal einfach froh, das die OP gut gelaufen war?:dry:
Gruß, Rosemarie.

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12 Mai 2011 16:33 #22484 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Huhu Manfred und alle,

in dem Forum habe ich früher auch mal mitgemischt und bin nicht ohne Grund(!!!) dort nicht mehr aktiv. Wie auch immer, dieses Mädel hat zwar eine Sprache gepflegt, die Du "Diskosprache" genannt hast, aber ich kann bei ihr keine Kritik an die Ärzte erkennen, beim besten Willen nicht. Ich finde nur, dass das Mädchen diese Mitpatientin verunglimpft hat und ich finde auch nicht, dass die Dame sich Humorlosigkeit vorwerfen lassen muss, wenn sie sich hinterher verletzt fühlt, weil sie im Forum nachlesen muss, was sie doch für eine Zumutung ist.

Diese Sechs-Bett-Zimmer in der MHH mit einer Dusche für alle auf dem Flur sind ja auch für schnöde GKV-Versicherte nun mal nicht mehr unbedingt das, was man heutzutage im Krankenhaus gewohnt ist und schnarchende Mitpatienten sind wirklich eine Qual. Denn ich hatte seinerzeit auch eine Dame bei mir auf dem Zimmer und wenn die ihr Mittagsschläfchen gehalten hat, war das nicht mehr feierlich. Und da war ich dann schon froh, dass ich nachts ohne Hg so etwas nicht mehr gehört habe. Man musste da in der Tat schon ziemlich schwerhörig sein, um das Gesäge nicht mehr zu hören. Ich denke nach einer durchwachten Nacht und den OP-Nachwirkungen können die Nerven schon mal blank liegen, was dann mit vermeintlich coolen Formulierungen überspielt. Daher würde ich den Ball doch ab jetzt flach halten.

Ich denke auch, dass man Ärzten erwarten kann, dass sie sich Mühe bei der OP geben und ich bin persönlich z.B. ganz und gar nicht dafür dankbar, dass bei mir den Überträger so nahe ans Ohr gesetzt hat, denn eine CI-OP war auch 2002 schon eine 1000fache Routine-OP. Das hätte man bestimmt besser machen können. Natürlich bin ich sehr glücklich, dass es mit dem Hören hervorragend klappt, aber das Tüpfelchen auf dem I fehlt eben, weil ich beim Hören mit FM mit Segelohr hören muss. Anerkennung und Dank auszudrücken ist sicher angemessen, wenn definitiv exzelente Arbeit gemacht wurde, oder sich Ärzte besonders in Zeug gelegt haben. Und sorry, bei so einer öffentlichen OP ist auch ein sehr starkes Eigeninteresse da, sich ins Zeug zu legen. Ob sich die OP für das Mädchen gelohnt hat, muss sich ja erst noch rausstellen.

Ich meine, ich mache auch meinen Job und erwarte nicht von den Studierenden Dankesbezeugungen, die ich bisher auch erst einmal bekommen habe. Denn es ist meine Aufgabe, sie gut zu betreuen und wenn ich sie schlecht betreue, fällt das auf mich zurück.

Gruß
Andrea

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12 Mai 2011 17:38 - 12 Mai 2011 17:39 #22486 von Late
Late antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat

TaubeNuss schrieb: Du vergleichst gerade nicht ernsthaft ein Forum mit Kirche???? :pinch:


Nein, wo soll da ein Vergleich sein? Es geht lediglich um ein aktuelles Erlebnis das eben in einer Kirche stattfand.
Aber am Ende der Kette stehen immer Menschen egal ob in der Kirche, auf dem Sportplatz oder in Foren. Von daher ist, selbst wenn es ein Vergleich wäre, deine Anmerkung sicher keinen :pinch: wert.

Ansonsten, die Sicht auf solche Dinge ist soziologisch bedingt wohl individuell. Dankbarkeit ist eine Tugend die sicher oft mit Selbstverständlichkeit getauscht wird in der heutigen Zeit des Überflusses, wo niemand mehr den Wert bestimmter Dinge überhaupt einschätzen kann sondern es Gang und Gäbe ist das wir alle (auf oft hohem Niveau und gerne) jammern.
Aber wem kann man es verdenken? Der Mensch ist, so stark wie nie zuvor, von den Medien gesteuert deren höchstes Ziel es ist schlechte Nachrichten zu verbreiten weil gute Nachrichten einfach zu wenig Aufmerksamkeit erhalten und die allgmeine Abstumpfung nicht zu durchdringen in der Lage sind.
Naja was solls, ich selbst sehe kein "Vergehen" in den Worten der jungen Dame von nebenan. Die Flapsigkeit ist, wie schon ein anderer hier formulierte, oft auch nur eine Form des Überspielens oder Verarbeitens einer Emotion. In diesem Falle war ganz sicher die Freude gross die OP so gut überstanden zu haben!
Manfred wir alle wissen hier was Du meinst und das du es gut meinst! Auch die junge Dame meint es sicher nicht schlechter. Freuen wir uns doch das die OP klappte, wir in D fast immer nur gute Ärzte um uns herum haben, erst recht im weltweiten Vergleich, und auch sonst alles eher gut sein muß wenn das Schnarchen der alten Dame im Nachbarbett das einzige ist was uns gerade nach einer schwierigen OP zur Weissglut bringt und dann Diskussionsgelüste auslöst.
So what, keep smiling everybody! :)
Letzte Änderung: 12 Mai 2011 17:39 von Late.

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12 Mai 2011 18:49 #22487 von TaubeNuss
TaubeNuss antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Manfred vergleicht aber (Zitat!) "das grundsätzliche Verhalten und die Denkweise, die viele Patienten haben" und die kann man in beiden Situationen ja wohl kaum vergleichen.

Erstens war diese Patientin im Forum wie sie selbst schrieb, gerade erst aus der Narkose erwacht. Sie wollte lediglich mitteilen, dass es ihr gut geht, weil sie wusste, dass (Zitat aus dem anderen Forum) "hier im Forum viele Leute mitlesen, die ich mittlerweile real kenne oder mit denen ich zumindest viel chatte". Ich bin mir sicher, dass sie sich in einer Kirche anders ausgedrückt hätte, was sie ja selbst in ihren anderen Postings tut.
Zweitens hatte das Mädchen in der Kirche ja kaum eine andere Wahl, da der andere Jugendliche schwer verletzt war. Gar nicht auszudenken, was alles hätte passieren können, hätten die Ärzt nicht sofort operiert. Die DACS-Patientin dagegen hatte diese Wahl sehr wohl. Hätte sie nicht in die Ärzte, Technik(er) und Forscher vertraut und deren Fähigkeiten geschätzt, wäre sie dieses Risiko kaum eingegangen.

Letztendlich finde ich es schon fast lächerlich, sich seitenweise über die Ausdrucksweise eines jungen Mädchens zu streiten, wobei es noch um ein Posting in einem vollkommen anderen Forum geht, welches sie kurz nach dem Erwachen aus der Narkose verfasste, nicht in der Absicht einen wissenschaftlichen Artikel zu schreiben, sondern um ihren Bekannten Bescheid zu geben.
Daher kann ich nur zustimmen:

Freuen wir uns doch das [..] wir in D fast immer nur gute Ärzte um uns herum haben[...].
So what, keep smiling everybody!

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12 Mai 2011 20:13 #22491 von SilkeA
SilkeA antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat
Hallo an alle,
meiner Meinung nach kommt Dankbarkeit in unserer Gesellschaft allgemein oft zu kurz, da hat Manfred aus meiner Sicht nicht ganz unrecht. Ein Arzt, der so eine OP macht, nimmt auch eine sehr große Verantwortung auf sich, und die Dankbarkeit von Patienten kann mit Sicherheit mit dazu beitragen, daß ein Arzt dazu auch weiter fähig und bereit ist. Natürlich erledigt er seinen Job, aber es wird vielleicht in Zukunft weniger Menschen geben, die bereit sind, so einen Job zu erledigen, wenn beispielsweise die Drohung mit dem Rechtsanwalt häufiger kommt als die Dankbarkeit.
Was dieses Mädel angeht, fand ich die Forumsäußerungen auch für kurz nach dem Aufwachen nicht besonders passend. Wenn sie die außerdem lediglich für ihre Freunde schreiben möchte, dann ist es ziemlich kurzsichtig, sie in einem öffentlichen Forum für jeden lesbar zu machen. Sie muß dann auch mit öffentlichen Reaktionen rechnen.
Andererseits bin ich der Meinung, daß auch die Dankbarkeit ruhig im Privaten zwischen Arzt und Patient bleiben darf.
Grüße von Silke

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12 Mai 2011 21:40 #22492 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: Mittelohrimplantat

Rosemarie schrieb: Hallo Manfred,
mal ehrlich, hast Du nach Deiner Implantation den Ärzten und Pflegepersonal gedankt, ein Lob ausgesprochen,gleich noch am ersten Tag oder warst Du auch erst einmal einfach froh, das die OP gut gelaufen war?:dry:
Gruß, Rosemarie.


äääähem, wenn ich es mir erlauben darf: ich habe nach jeder OP (egal ob CI oder an meinem Sprunggelenk neulich) den Ärzten und den Pflegern gedankt, noch am gleichen Tag nach der OP, sobald ich bei Bewusstsein war... ;)

...und nicht nur diesen, sondern auch meinem Schöpfer, dass alles hinter mir war...

sowas finde ich sowas von selbstverständlich....

Grüßle
Maike

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