kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?

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25 Okt 2010 15:24 #21221 von Momo
Momo antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
@Maike: du schreibst (sinngemäß), dass es was dieQualität der SH Schulen geht eine Art Nord-Süd-Gefälle gibt? Kannst du mir mal erklären woran das leigt? Was macht ihr anders als wir? Gibt es organisatorische Ursachen oder liegt es eher an der "Denkweise" mancher Schulleiter? Oder leigt es an fehlnden Kontrollen? Das Klientel von Schülern kann doch nicht so grundverschieden sein oder ist man bei euch "strenger" im "Aussortieren" von Kindern mit Zusatzbeeinträchtigungen?

"Wir" haben hier immer wieder das Problem mit Zusatzbeeinträchtiungen oder aber mnit eingeschränktem/ verzögertem Sprachstand/ -erwerb, so dass in vielen Klassen gar nicht nach regelschulniveau beschult werden kann, weil die Kinder kein ausreichendes Sprachverständnis haben. Warum soll das im Süden anders sein oder wo gehen diese Kinder dann zur Schule?

Gern auch per PN, wenn es verteaulich sein soll.

Gruß
Momo

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25 Okt 2010 15:30 #21222 von Constanze
Constanze antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Ich kann hier mangels Zeit nur eine kleine Randbemerkung äußern...das Nord-Süd-Gefälle gibt es wohl nicht nur in den Sh-Schulen (davon wusste ich nichts), sondern auch in den herkömmlichen Regelschulen, egal ob behindert oder nicht. :dry:

Grüßle Constanze

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25 Okt 2010 17:48 #21223 von Martina
Martina antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Und noch ne Randbemerkung:
Bayern z.B. ist ein reicheres Bundesland als NRW etwa...


Martina

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25 Okt 2010 19:10 #21224 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo,

ich glaube nicht, dass das Nord-Südgefälle an den Regelschulen so krass ist wie an den SH-Schulen. Und ob das angebliche Nordsüdgefälle an den Regelschulen überhaupt messbare Auswirkungen hat, bezweifele ich. Mich fragt keiner mehr, wo ich das Abitur gemacht habe. Als ich selbst zur Schule ging waren die Schüler an der SH-Schule Jahre im Lernstoff zurück und das bei fünf Jahren Grundschulzeit.

Meine Ansicht nach darf es auch keine Zwangsberatung über das CI geben. Falsche Informationen über ein CI pflegen zu wollen, ist eben auch eine Entscheidung (oder Blödheit). Eine Zwangsberatung übt ebenfalls Druck aus.

Es ist auch Elternrisiko, wegweisende Entscheidung treffen zu müssen (z.B. CI ja oder nein, welche Schule, die Entscheidung künstlerisch oder sportliche Talent so zu fördern, dass es für eine professionelle Karreiere reichen könnte). Bei all diesen Entscheidungen könnte das Kind hinterher dann sagen, ich hätte im Nachhein anders entschieden. Wenn die Eltern ihre Entscheidung glaubhaft vertreten können, wird der Beziehung zum Kind trotz allem auch nicht nachhaltig gestört.

Ein Wort zu den Kosten. Die Kosten für den hier diskutierten Fall sind wirklich extrem hoch: Man wird sich daher auf Dauer ein Konzept überlegen müsen, diese Kosten im Rahmen zu halten, z.B. eine gruppenweise Integration mehrere Kinder. Aber diese beiden Kinder haben JETZT einen Anspruch auf Inklusion und sie sollten nicht diejenigen sein, die negative Folgen ausbaden müssen: Daher ist Ihnen in meinen Augen die Inklusion oder Wenn und Aber zu bewilligen.

Manfred, noch einmal, die Gesetze mögen ausreichend. Wenn man aber solchen Aktionen ausgesetzt ist, nur weil man seine ureigene Rechte in Anspruch nehmen will, ist doch etwas faul und solches Gebaren gehört bekämpft. Ich glaube auch nicht dass Karin Kestner hier in dieser Sache lügt, denn die Briefe der Jugendämter sind doch recht eindeutig und auch Maike hat wohl entsprechende Informationen.

Gruß
Andrea

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26 Okt 2010 07:48 #21231 von Manfred
Manfred antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
hallo miteinander...

ich möchte nur noch einmal kurz antworten :

...neutrale Beratungsstellen haben wir schon oft als Lösungsmodell entwickelt...sie sind aus mehreren Gründen nicht umsetzbar...es wird zudem darauf hingewiesen, dass es an den verschiedensten Stellen Informationsmöglichkeiten gibt, die Interessierte in Anspruch nhemen können, um sich dann selber ein Urteil zu bilden...
In Hannover wird es so praktiziert, dass wir im Hörzentrum, fast alles schon vertreten haben, was dazu Auskunft geben kann, auch die HCIG und DSB bieten Beratungsstunden an, der DGB ist auf das Angebot nicht eingegangen (wie denn auch auf andere Formen der Zusammenarbeit nicht)
Bei jeder Voruntersuchung gibt es eine umfangreiche Info-Mappe , in der nahezu alles steht (auch die Risiken etc) ,was mit dem CI zu tun hat. Im CIC gibt es die Möglichkeit an bestimmtem Teriminen an "Info-Tagen" teilzunehmen , die auch von Eltern und SHGs begleitet werden ... es wird auf die Gebärdensprache hingewiesen etc ... mehr kann man eigentlich nicht tun und in Hannover wird bei mehreren hundert Patienten im Jahr schon eine sehr hoher Stellenwert von Informationen weitergegeben ...
Wir haben dann auch die Rückmeldungen und das permanente Gespräch mit allen möglichen Variationen der Hörbiografien und Therapien und können das dann weitergeben.

...momo...die Eltern werden im CIC alles mögliche erleben, auch Kinder, die nicht sofort hören...da wird nichts versteckt ... ich will hier jetzt gar nicht auf Zahlen eingehen...ein Restrisiko ist immer da..darüber wird auch aufgeklärt...

Andrea ... ich sage nicht, dass KK lügt, aber wir haben von ihr schon so viel Unwahrheiten/Halbwahrheiten und subjektive Darstellungen erlebt. Ich möchte darauf nicht weiter eingehen.
Die Schreiben sprechen für sich und das greife ich auch auf.


zur Sache selber: ...ich kann das nur gebetsmühlenartig wiederholen :

...wir leben zunächst einmal in einem Rechtsstaat und da müssen wir den Rechtsweg einhalten.
Das erleben wir tag-täglich . Wir mussen auch heute noch teilweise das 2. CI gerichtlich durchsetzen, obwohl es allgemeine Meinung ist, dass es bewilligt werden muss.
Die Landes-AOK von Niedersachsen weigert sich bis heute , die Kosten für eine Klingelanlage zu übernehmen. Da möchte ich auch am liebsten hinfahren und mit denen wer weiss was machen, aber so funktioniert das nicht und bringt nichts.

Ich habe ja schon darüber hinaus erklärt, dass wir die grundsätzliche Verfahrensweise dieser Ämter aufgreifen werden.Ich werde mich dazu nochmal melden, in welcher Form wir das machen. Wir haben dazu auch schon Aktivitäten entwickelt, möchte das aber nicht hier öffentlich mitteilen.

Herzliche Grüße
Manfred

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26 Okt 2010 14:43 #21235 von Martina
Martina antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Nachdem ich hier die ganze Diskussion mehr oder minder intensiv verfolgt habe, möchte ich daran erinnern, dass ursprünglich der Thread aus dem Taubenschlag kam, mit dem wir hier nix zu tun haben. Desweiteren schreibt kein Betroffener hier persönlich, alles ist Dritt- und Viertgestammmel, wie schlecht es doch jemandem ginge - mir kommen die Tränen bei der Zeile, sie bete jeden Abend! :angry: Was ist das denn überhaupt für eine 50er Jahre -Schmonzette mit Druck auf die Tränendrüse, wobei gestandene Weibsbilder wie Maike oder Andrea für PR-Zwecke von KK ausgenutzt werden??!!!! -Ja, hallo, seit ihr noch alle wach?? KK ist dubios, das ist altbekannt, und bei einem Dritten- über Viertendrama ergreifen alle ihre Partei? Seit ihr noch ganz d

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26 Okt 2010 14:53 #21236 von Martina
Martina antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Was war das denn für ein online Absturz?

-Was ich noch sagen wollte:

Seit ihr noch ganz bei Sinnen?!
Manfred hat klar die Rechtslage beschrieben!
Wieso lässt ihr euch unbeschrieben von Unbekannten einspannen?
Die Kestner schreit "Hurra" bei Beistand aus der HCIG!
Wollt ihr das?
Ich nicht!
Ihr Standpunkt ist umstritten und wenn wir hier noch einen Pnin hätten, hätte der ihr schon längst den Garaus gemacht! :P
Für blöde, einseitige PR-Tanten hab ich hier nix übrig und ich denke ernsthaft, diesem Forum den Rücken zu kehren, obwohl ich Viele persönlich kenne und schätze - aber ein Forum, dass sich nach langer Pause für Unbekannte stark macht und rummault, weil es sonst nichts Anderes ergäbe-???- kann mir gestohlen bleiben.

Martina

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26 Okt 2010 17:58 #21237 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Liebe Martina,

warum guckst Du denn in diese Thread rein, wenn er Dir missfällt?

Und ich lass emir auch nicht den Mund verbieten und vor den Karren spannen, weder von KK und von wem anderen. Ich denke auch nicht, dass wir als HCIG den Mund halten sollten, wenn es Mißstände irgendwelcher Art zu bekritteln gibt. Da bei ist mir dann ziemlich egal, ob die Kestner involviert oder eben nicht.

Gruß
Andrea

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26 Okt 2010 18:03 #21238 von Rosemarie
Rosemarie antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hi Martina,
also ich bin hier und auch im DCIG Forum sehr enttäuscht von Deinen Postings. Es zwingt Dich niemand, hier zu lesen. Wwenn Dich diese Sache kalt läßt, mich läßt es nicht kalt. Ich schreibe auch, wenn es Dir nicht paßt.
Gruß, R$osemarie.

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26 Okt 2010 18:49 #21240 von Manfred
Manfred antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Martina ...

das wäre natürlich genau das Verkehrteste, was du machen kannst, hier wegzubleiben .

Die HCIG (und ich) werden uns nicht vor den Karren von KK spannen lassen. Wir werden sicherlich auch nicht "schnell mal eben" was machen. Wenn, dann muss das eine vernünftige Ausgangsbasis haben , um dann auch möglichst etwas zu bewirken.

Tatsache iat, dass hier von den Ämtern Grundrechte tangiert werden und das kann man nicht auf sich beruhen lassen.

Auf der anderen Seite kann man auch die Ämter nicht sich selber überlassen und nur die Konfrontation suchen. Man muss auch an Lösungsmöglichkeiten mitwirken, die sowohl eine Perspektive (Entscheidungsbasis)für die betroffenen Eltern mit ihren Kindern , als auch für die davon betroffenen Ämter bietet.
Die Ämter sind keine abstrakten Moloche zur Leistungsverweigerung , sondern Einrichtungen, die grundsätzlich versuchen, allenzu helfen.
Um mal beim Geld zu bleiben, haben sie einen bestimmten Etat für Sozialleistungen und den sollen und müssen sie möglichst gerecht und angemessen unter allen sozial Bedürftige verteilen. In machen Städten hat der Sozialetat ein Volumen von 40 % und mehr.
Bei dem vorliegenden "Fall" hatte die Stadt auch die Frage aufgeworfen, ob die Eltern nicht selber den Unterricht bezahlen müssen ( ganz oder teilweise). Das wurde vom Gericht nicht weiter geprüft.
Aber was würde grundsätzlich dagegensprechen, wenn das konkret geprüft wird , weil die Eltern über entsprechendes Einkommen verfügen ? Wir müssen für eine Brille , Hörgeräte etc zubezahlen, warum nicht auch hier ? ( Beim CI wird es sicherlich auch noch kommen,dass wir die Batterien bezahlen müssen).

Ich möchte auch nochmals hervorheben, dass die Stadt in ihrer Begründung unter anderem geschrieben hat, dass man mit der Antragstellerin (mit ihren Eltern) eine (sinngemäss zitiert)

"eine unabhängige , objektive und breit angelegte Möglichkeitenvielfalt erlangen möchte".

Und dann kommt ein ganz entscheidender Satz (jetzt wörtlich ):

"Niemand spreche ihr (den Eltern) die Letztentscheidung ab"

Damit wird dokumentiert, dass den Eltern von niemandem (auch von diesem Landkreis nicht)diese Entscheidung strittig gemacht wird.
Demnach ist alle Panikmache " CI zwangsweise operieren","Erziehungsberechtigung entziehen " etc völlig haltlos und unsachlich.

Die Frage , die hier gestellt werden muss ist, wie alle Beteilgten mit eine solchen Situation umgehen müssen und wie eine Berücksichtigung aller Interessen erfolgen kann. Keine Lösung ist es, wenn es jedes mal vor Gericht geht, keine Lösung ist es, wenn auf Dauer gesagt wird:
.... egal , was das kostet und wo und wie das stattfindet, das wird bezahlt...

Dafür Lösungswege zu suchen und möglichst für alle akzeptabel zu finden, sollte die Aufgabe sein.

Herzliche Grüße
Manfred

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26 Okt 2010 19:12 #21241 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Lieber Manfred,

eine Selbstbeteiligung der Eltern lehne ich ab. Auch das Argument, man muss ja auch für Hg und Brillen zahlen, zieht hier nicht, da z.B. die Festbeträge und die jährliche Repa-Pauschule für Kinder-Hg relativ üppig bemessen sind, so dass es auf jeden Fall eine zuzahlungsfreie Versorgung möglich ist.

Eine wirklich freie Entscheidungsmöglichkeit ist ja nur dann geben, wenn alle Möglichkeiten für die Eltern in wirtschaftlicher Hinsicht gleich teuer sind.

Ich mal davon aus, dass sich die Sozialämter deshalb mit diese extrem fragwürdigen Methoden wehren, weil sie schlicht das Geld nicht haben. Und um dem finanziellen Gau zu entgehen, wird halt auf Kosten von Eltern und Kinder eine Zermürbungstaktik gefahren, obwohl die rechtliche Lage völlig eindeutig ist.

Es wird Zeit brauchen, die Lösungsvorschläge umzusetzen, diese Zeit haben die Kindern nicht, um dies es in den beiden Schreiben geht, So bleibt den Eltern nur die Möglichkeit, um ihrer Kinder willen hart zu bleiben.

Es würde den Sozialämtern in menschlicher Sicht auch viel besser stehen, wenn sie zugeben, dass sie das Geld nicht haben, anstatt hier einen solchen Kreig anzufangen.

Gruß
Andrea

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26 Okt 2010 19:23 - 26 Okt 2010 21:37 #21242 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Martina schrieb:

wobei gestandene Weibsbilder wie Maike oder Andrea für PR-Zwecke von KK ausgenutzt werden??!!!! -Ja, hallo, seit ihr noch alle wach?? KK ist dubios, das ist altbekannt, und bei einem Dritten- über Viertendrama ergreifen alle ihre Partei? Seit ihr noch ganz d


Liebe Martina (alle anderen mögen's mir verzeihen, ich kann Martina nur herzlich anreden!),

ich danke Dir volle Kanne für den Witz des Tages - ich freue mich drüber, hier endlich mal so von Herzen lachen zu können über diesen Witz des Tages! :laugh: :laugh: :laugh: Dafür geb ich Dir einen Sekt oder einen Pernod oder was auch immer aus, wenn wir uns wieder sehen!

Jetzt mal im Ernst: Bevor Du hier überhaupt "geboren" wurdest im HCIG-Forum, hat KK mich und Andrea oft aufs Schwerste bekämpft, mir sogar mal mit einer Anzeige (!!!) gedroht, völlig öffentlich im Forum, und das nur deshalb, weil ich mich getraut habe, den Mund aufzumachen. Es waren sehr engagierte Eltern, die mir dann beistanden etc. Damit hat KK mit mir in einem Miniformat dasselbe gemacht, was die Ämter den Eltern hier antun...

Ich habe es gelernt, mit KK umzugehen und die Sache von der Person zu trennen. Beispielsweise darf man nicht alles, was KK in "CI-Aufklärung" für bare Münze nehmen - ABER es ist doch umso mehr eine Schande, wenn nur solche Leute wie KK hier den Eltern so beistehen. WIR müssten das alle viel mehr tun. Und zwar gemeinsam! Wir ALLE!!!

Grüßle
Maike (die sich schon drauf freut, Dir eine auszugeben für den Witz des Tages!) B)
Letzte Änderung: 26 Okt 2010 21:37 von Maike.

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26 Okt 2010 19:33 #21243 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Momo schrieb:

@Maike: du schreibst (sinngemäß), dass es was dieQualität der SH Schulen geht eine Art Nord-Süd-Gefälle gibt? Kannst du mir mal erklären woran das leigt? Was macht ihr anders als wir? Gibt es organisatorische Ursachen oder liegt es eher an der "Denkweise" mancher Schulleiter? Oder leigt es an fehlnden Kontrollen? Das Klientel von Schülern kann doch nicht so grundverschieden sein oder ist man bei euch "strenger" im "Aussortieren" von Kindern mit Zusatzbeeinträchtigungen?

"Wir" haben hier immer wieder das Problem mit Zusatzbeeinträchtiungen oder aber mnit eingeschränktem/ verzögertem Sprachstand/ -erwerb, so dass in vielen Klassen gar nicht nach regelschulniveau beschult werden kann, weil die Kinder kein ausreichendes Sprachverständnis haben. Warum soll das im Süden anders sein oder wo gehen diese Kinder dann zur Schule?


Liebe Momo,

ja, es gibt leider ein Nord-Süd-Gefälle. Ich möchte aus Selbstschutzgründen keine Schulnamen nennen, aber durch die Praktika meiner Schüler am Berufsbildungswerk hier in Nürnberg weiß ich z.B., dass gewisse Schüler aus dem Norden von gewissen Schulen mit einer angeblichen "Mittleren Reife" viel viel viel weniger mitbringen als z.B. unsere Hauptschüler...

Die Schüler, die Zusatzbeeinträchtigungen intellektueller Art haben, werden an Schulen für mehrfachbehinderte Gehörlose/Schwerhörige unterrichtet. Bei uns z.B. werden sie nicht aufgenommen. In Zell bei Hilpoltstein z.B. gibt es eine sehr gute Schule für mehrfachbehinderte Gehörlose/Schwerhörige - auch eine dazugehörige Berufsschule in Hilpoltstein (südlich von Nürnberg - gehört zu den Regens-Wagner-Werken. Kannst hier mal googeln - richtig tolle Einrichtungen sind das - natürlich haben sie einen katholischen Träger und sind daher auch besser ausgestattet als staatliche Schulen).

Schüler, die "nur" einen eingeschränkten Sprachstand haben auf Grund ihrer Hörbiographie, werden in der Sprachlerngruppe II oder III in Bayern unterrichtet. (Sprachlerngruppe I beinhaltet den Regelschullehrplan nach der Regelschulzeit - also auch 4 Jahre Grundschule etc.). Sprachlerngruppe II ist vergleichbar mit dem "alten" Schwerhörigenlehrplan und III mit dem "alten" Gehörlosenlehrplan. Wir haben z.B. an unserer Schule Klassen in den Sprachlerngruppen I, II und III.

Grüßle
Maike

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26 Okt 2010 19:42 #21244 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Martina schrieb:

Und noch ne Randbemerkung:
Bayern z.B. ist ein reicheres Bundesland als NRW etwa...


Martina


Und wie kommt es dann, dass dann Sachsen gleich nach Bayern kommt und Baden-Württemberg überholt hat? An vierter Stelle steht dann Thüringen, an fünfter Sachsen-Anhalt und an sechster Stelle das Saarland.

Da sieht man doch gleich, dass der Zusammenhang mit den Finanzen nicht kausal ist. Sachsen-Anhalt??? Saarland???

Martina, mal die Hand aufs Herz: Du hast hier ja bereits öffentlich kundgetan, dass Du Bayern nicht "liebst"... - könnte DAS der wahre Grund Deiner Aussage sein? ;)

Grüßle
Maike

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26 Okt 2010 19:44 #21245 von KarinKestner
KarinKestner antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Die Gesetze sind hier auch völlig klar! Der Staat hat einen Bildungsauftrag, den er mit den GL-SH Schulen meist nicht erfüllen kann. Deswegen werden andere Wege beschritten. Welchem Kind will man im Ernst heutzutage noch zumuten, dem Unterricht nicht folgen zu können?
Das bedeutet, wie im Urteil geschrieben, das Kind teilweise vom Unterricht auszuschließen.
Geht nun mal gar nicht.

Billiger wäre es, wenn der Staat endlich vorschreibt, dass es Lehrer geben muss, die den Unterricht in DGS abhalten können und denen dann den DGS Untericht auch bezahlt oder kostenlos anbietet!

Noch etwas zur Einstweiligen Anordnung, es gibt Voraussetzungen für einen solchen Antrag:
Erstens die Dringlichkeit und zweitens die "Bedürftigkeit" - in diesem Fall wäre es den Eltern eben nicht zuzumuten, die Unterstützung durch Dolmetscher selbst zu finanzieren. Dies muss dem Gericht bewiesen werden (mit Einkommensnachweis.)- also es wurde geprüft, sonst gäbe es den Beschluss gar nicht. Naja, ist ja auch logisch - wer hat schon ca. 7000 Euro im Monat übrig??

Wenn die Eltern dies Geld hätten, das kann man mir glauben, hätten sie die Anträge nicht geschrieben. Das tut man sich nicht freiwillig an!

Inklusion kostet Geld, wenn Deutschland dies nicht hat, hätten sie die UN-Konvention nicht unterzeichnen dürfen.

Aber alles mal dahingestellt, wenn es euch beträfe, dass euer Kind oder Enkel keine Bildung bekäme, was würdet ihr machen? Nicht streiten? Nicht zum Gericht gehen? Nicht wütend sein?

Es blieb doch keine andere Lösung, das Kind hätte ja noch nicht einmal einen Platz an der GL-Schule, weil kein Sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde. Sie ist wie jedes andere Kind auch, nur eben mit DGS aufgewachsen. Und dann stelle man sich bitte vor, wie die Eltern und das Kind geackert haben, um das Kind in 3 Jahren so weit zu bekommen, dass es super mit Dolmetschern umgeht.

Karin

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26 Okt 2010 20:06 - 26 Okt 2010 20:51 #21246 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Nun aber zum Thema zurück:

Der Skandal ist NICHT, dass etwa die Rechtswege nicht eingehalten werden würden... - in Deutschland muss zumindest auf dem Papier den Eltern absolut Recht gegeben werden.

Das Problem, ja der Skandal ist vielmehr:

=> Da wird Eltern ganz offensichtlich aus reinen Kostengründen "Kindeswohlgefährdung" unterstellt. Es gibt KEINEN anderen Grund außer der Tatsache, dass sicih die Eltern gegen ein CI entschieden haben und auch der Tatsache, dass die nächste SH-schule eine Unterforderung für das Kind bedeuten würde.

===>>> Ist es nicht ungeheuerlich, ÜBERHAUPT mit so einem Vorwurf zu kommen? "Kindswohlgefährdung"???? Wisst Ihr denn, was das heißt? Man lässt die Kinder z.B. verwahrlosen, man misshandelt sie, man missbraucht sie, man lässt sie verhungern oder dergleichen... - ich habe genug in meinem Berufsalltag mitbekommen, um zu sagen, dass es da schon andere Fälle gibt...

===>>> Ist es nicht ungeheuerlich, den Eltern nicht das absolute Recht zuzugestehen, in welcher Sprache sie ihr Kind erziehen wollen. Um der Integration willen ist es wichtig, dass das Kind EINE Sprache wirklich kann und zudem (als gehörloses Kind) mindestens die deutsche Schriftsprache.

===>>> Was mich persönlich hier auch erschüttert, ist, dass die Diskussion auch mit den Argumenten: warum nicht lieber doch ein CI??? geht... - "die Kinder tun mir leid" etc. etc. geführt wird. Genauso, wie ich verstehe, wie Eltern mit ganz viel Herzblut (sorry für dieses Wort!) sich für ein CI und für die lautsprachliche Entwicklung entscheiden und denen die Tränen kommen, wenn sie sehen, dass andere Eltern sich für die Gebärdensprache und die deutsche Schriftsprache (ich kenne keine Eltern, die sich gegen die Schrift- und Lautsprache entscheiden - im Gegenteil - der einzige Unterschied ist "nur", dass DGS als Muttersprache gilt...) entscheiden: genauso verstehe ich Eltern, die sich mit mindestens (!!!) so viel Herzblut gegen ein CI entscheiden und denen die Tränen (!!! ja, das gibt es auch!!!) kommen, wenn sie CI-Kinder sehen, die ihnen von ganzem Herzen leid tun, selbst wenn sie "super" hören und sprechen können... - beide Eltern"typen" lieben ihre Kinder und wollen das BESTE für sie. Was mir auffällt, ist, dass es den jeweiligen "Elterntypen" manchmal sehr schwer fällt, schlicht und einfach nur zu akzeptieren, dass es auch andere Elternentscheidungen, die genauso beherzt sind, gibt.

===>>> Ist es wirklich so schwer bis unmöglich, sich in die jeweils andere Elternsituation hineinzuversetzen? Ist es wirklich so schwer bis unmöglich, schlicht ujnd einfach nur zu akzeptieren, dass sie ihre Kinder in der Lautsprache - oder eben in der Gebärdensprache - erziehen wollen?

===>>> Wie wäre folgendes Spektakel: Irgendein Despot würde beschließen, dass die gehörlosen Kinder nicht mehr CI-versorgt werden dürfen, dass alle Eltern DGS lernen müssen etc. - alles andere wäre "der Natur des gehörlosen Kindes" (nach Rousseau übrigens! Auf diese Weise entstand übrigens im 18. Jahrhundert die Pariser Gehörlosenschule durch Abbé de l'Epée mit der Gebärdensprache als Unterrichtssprache - diese Pariser Schule brachte übrigens u.a. gehölrose Akademiker hervor... - ist das heute überhaupt vorstellbar???) zuwider. Nur mal als Gedankenspiel!

Was ich damit sagen möchte: Mitleid mit gehörlosen Kinder, deren ELtern sich gegen ein CI entscheiden, ist völlig fehl am Platz. Es geht um die Sache, es geht um Elternrecht, es geht um Gerechtigkeit.

Und außerdem: Wenn Inklusion wirklich durchgesetzt werden (hier hinkt z.B. Bayern hinterher ;-)) soll, dann müssen wir uns alle auch darauf verlassen können, dass JEDES Kind, egal welche Behinderung, egal ob es Migrationshintergrund oder was auch immer hat oder nicht hat, die ihm zustehende Förderung bekommt. Das heißt bei CI-Kindern evtl. FM-Anlage, bei einem DGS-Kind eben Dolmetscher. Punkt. Es geht um die faire Umsetzung. Und da darf es eben nicht sein, dass irgendein Jugendamt irgendwelche Eltern unter Druck setzt...

Was anderes wäre es, wenn man den Kostenpunkt nüchterner angehen würde: Gibt es Möglichkeiten, Geld einzusparen? Gibt es Wege, die eine Inklusion gelingen lassen und trotzdem kostengünstiger wären (= in England gibt es z.B. Schwerpunktschulen, das sind Regelschulen, an denen mehrere Hörgeschädigte in verschiedenen Klassen sind und je nach Förderbedarf täglich für ein bis zwei Stunden extra Förderung bekommen etc.)? Solche Überlegungen sind wichtig und müssen gestellt werden, denn wir haben nun einfach mal "klamme Kassen".

Das aber ist auch genau die Befürchtung, die ich persönlich bzgl. Inklusion hege: dass dann die Mittel irgendwann so knapp werden, dass dann die jeweiligen Förderbedürftigen nicht mehr die Mittel bekommen, die sie bräuchten, um die Schule erfolgreich besuchen zu können. Dass sie dann nicht mehr ihren Begabungen entsprechend gefördert werden. Dann wäre es allerdings m.E. besser, es gäbe noch Schulen für Sh/Gl mit einem sehr guten Angebot, das sich mit dem der Regelschulen vergleichen lässt...

Grüßle
Maike
Letzte Änderung: 26 Okt 2010 20:51 von Maike.

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26 Okt 2010 20:09 #21247 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
KarinKestner schrieb:

Inklusion kostet Geld, wenn Deutschland dies nicht hat, hätten sie die UN-Konvention nicht unterzeichnen dürfen.


So ist es!!!

Karins Beitrag habe ich erst gelesen, nachdem ich meinen Beitrag abgeschickt habe. Sie hat in EINEM Satz das zusammengefasst, was Sache ist.

(@Martina: Sollte ich mich jetzt vor Karins Karren gespannt haben???? :P :P :P )

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26 Okt 2010 20:34 #21248 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Maike schrieb:

Was ich damit sagen möchte: Mitleid mit gehörlosen Kinder, deren ELtern sich gegen ein CI entscheiden, ist völlig fehl am Platz. Es geht um die Sache, es geht um Elternrecht, es geht um Gerechtigkeit.


Und (muss mich mal zitieren) noch was Wichtiges vergessen:

Es geht vor allem auch um den RESPEKT gegenüber den Eltern, die sich für die DGS entscheiden, es geht um RESPEKT einer Sprachgemeinschaft (unabhängig vom Hörenkönnen) gegenüber.

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26 Okt 2010 21:04 #21249 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Gudrun schrieb:


Im Übrigen bin ich nicht so passiv, wie Dorothea glaubt, ich posaune es hier nur nicht raus, wenn ich "draußen" in irgendeiner Form aktiv bin. Schließlich möchte ich mir hier auch ein Stückchen Anonymität bewahren...



Nee, liebe Gudrun, passiv bist Du nun wirklich nicht. ;) ;) ;)

Das mit der Anonymität kann ich gut verstehen.
Grüßle
Maike

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26 Okt 2010 21:10 - 26 Okt 2010 21:12 #21250 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Manfred schrieb:

Für mich wäre noch die Frage wichtig, ob Eltern tatsächlich über das gesamte Spektrum "OP und hören mit dem CI" informiert sind und sich auch mit u.a. der Frage beschäftigt haben, welche Antwort sie ihrem Kind geben wollen, wenn es sie möglicherweise später vorwurfsvoll fragt, warum man ihm die Möglichkeit des Hörens vorenthalten hat.


Lieber Manfred,

in der Tat ist es so, dass es jugendliche und erwachsene gehörlose "Kinder" gibt, die deren Eltern Vorwürfe machen, sich gegen ein CI entschieden zu haben. Ich kenne solche - ich kenne aber auch solche, die ihren Eltern umgekehrt Vorwürfe (!) gemacht haben, sich für ein CI entschieden zu haben, sogar sagen, dass sie ihre Eltern anzeigen (!!!) wollen, wenn sie 18 seien.

In jedem Fall liegt ein oft erschütterndes Einzelschicksal zugrunde und die muss man einzeln betrachten und darf daraus keine Maßstäbe für die Allgemeinheit ableiten. Mit solchen Jugendlichen (beider "Positionen") habe ich Gespräche führen müssen... - zum Glück bleiben solche Fälle jedoch die Ausnahme, denn die meisten Eltern können gut begründete Antworten liefern.

Grüßle
Maike

P.S.: Schade, dass der DGB nicht mitmachte bei Eurem Angebot. Wann war das? Wer war damals im Vorstand?
Letzte Änderung: 26 Okt 2010 21:12 von Maike.

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