kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?

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23 Okt 2010 23:01 - 23 Okt 2010 23:06 #21178 von Manfred
Manfred antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Maike,

Dachverband der Hörgeschädigtenverbände ist die Deutsche Gesellschaft unter Führung von Uli Hase
Wenn es ein Gesetz geben würde, das es zulässt, dass ein Amt so verfahren darf, dann müsste das entsprechend grundsätzlich aufgegriffen werden. Eine Gesetzesänderung herbeigeführt werden.
Ein solches Gesetz gibt es aber nicht.
Es gibt hier auch keinen rechtsfreien Raum, den jeder Sachbearbeiter für sich so ausfüllen kann, wie er das möchte.

Der Sacbearbeiter dort hat falsch gehandelt.

Das ist aber ein Einzelfall und ein einzelnes Amt. Dieses Amt muss konkret darauf hingewiesen werden, dass ihr Handeln rechtswidrig ist.

Das wird jetzt nochmals eindeutig durch das hier schon zitierte ganz aktuelle Urteil bestätigt.
Wenn das Urteil anders ausgefallen wäre, hätten dort auch die Gehörlosenverbände tätig werden müssen.

Die Eltern selber brauchen Rechtsschutz - und Beistand. Wenn sie das selber nicht können, müssen sie eine Person oder Verband ihres Vertrauens damit beauftragen, dass sie ihre Rechte vertreten.
Dann muss das Amt darauf hingewiesen werden, dass ihr Verfahren rechtswidrig ist.

Die bestehenden Gesetze sind ausreichend, um diesen Vorgang zu beenden.

Herzliche Grüße
Manfred
Letzte Änderung: 23 Okt 2010 23:06 von Manfred.

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24 Okt 2010 02:30 #21179 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Lieber Manfred,

das sehe ich anders. Es sind schon mal zwei Sozialämter auf die glorreiche Idee gekommen, sich mit Hilfe des Jugendamtes des Zahlungsplicht entziehen zu wollen. Die Sache mit dem CI ist denen doch schnurzegal. Die wollen, dass die Kinder Hörgeschädigteneinrichtungen besuchen. Denn das für die Sozialämter viel billiger. Man bedenke, dass auch in der Familie mit den gehörlosen Eltern der Besuch eines Regelkiga mit Dolmi beabsichtigt ist und der Antrag auf den Dolmi, das Sozialamt erst dazu bewegen hat, tätig zu werden. Kindeswohl und CI wird da nur vorgeschoben!!! Und da schon mal zwei Jugendämter in einem sehr kurzem Zeitraum auf dieselbe Idee gekommen sind, lässt doch stark vermuten, das unter den Sozialämtern eine entsprechende Handlungsanweisung kursiert. Und die Weigerung zu zahlen wird vermutlich auch noch mit dem Papier von Müller und Zaracho ideologisch verbrämt....

Zur Aufgabe eines Verbandes gehört auch Lobbyarbeit ohne dass es gleich in Gesetze mündet und insofern sehe ich ganz besonders den Dachverband sehr wohl dazu aufgerufen, die entsprechenden Politiker anzusprechen, insbesondere muss man hier wohl die Kreisdirektoren dieser beiden Landkreise mal auf den Pott setzen. Und außerdem eine Dienstaufsichtsbeschwerde!

Und ganz besonders finde ich nicht die Haltung in Ordnung, dass man sich ja nur wehren müsse. In das Leben dieser beiden Familien wurde/wird empfindlich eingegriffen. Und das kann man nicht schulterzuckend damit abtun, dass der Sachbearbeiter halt einen Fehler gemacht hat. Man muss dafür sorgen, dass diese Sache ein für alle mal geklärt wird.

Inklusion und Integration kostete nun mal eben Geld.

Mich betrübt es auch sehr, dass ausgerechnet diejenigen davon euch, die Kinder haben, einfach achelzuckend drüber weggehen.

Gruß
Andrea

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24 Okt 2010 07:51 - 24 Okt 2010 08:15 #21180 von Manfred
Manfred antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Andrea ...

ich kann deine Reaktion in gewisser Weise verstehen. Aber wir sollten vielleicht auch nicht zu emotional reagieren und anderen auch kein negatives Verhalten unterstellen.

Natürlich werden wir das zum Anlass nehmen und zB mit den Behindertenbeauftragten der Länder, des Bundes darüber sprechen. Es werden dann sicherlich auch Wege gefunden, die Ämter entsprechend zu informieren/instruieren.
Du kannst aber auch sicher sein,dass die Ämter selber über das Urteil informiert werden und das entsprechend in die Praxis einfliesst.
Wobei man dann immer wieder nicht sicher sein kann, dass doch irgendwo ein Sachbearbeiter wieder anders verfährt. Der muss dann auf das bestehende Recht hingewiesen werden, bzw gegen ihn auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.

Hier geht es zunächst einmal nicht um eine grundsätzliche Verfahrensweise, sondern um einen Einzelfall, der vor ca 3 (!) Jahren in einem(!)anderen Amt so ähnlich schon einmal passiert ist.
In dem Fall wurde auch konkret reagiert. Er ist bis vor das Gericht gegangen und das Gericht hat eindeutig auf Grundlage der schon bestehenden Gesetze festgestellt, dass niemand zB zu einer CI OP verpflichtet werden kann und einzig die Eltern die Entscheidung darüber treffen können.
Das ist eindeutig und darauf ist das Amt hier auch hinzuweisen. sodass die Eltern nichts zu befürchten haben.
Ich habe schon in meinem ersten Posting darauf hingewiesen, dass man zB eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen kann und auch schon einen ersten Formulierungsvorschlag gemacht. Ich weiss nicht, an wen die Eltern sich konkret gewendet haben. Von dort muss im Namen und im Auftrag der Eltern entsprechend reagiert werden.Wir würden das auch machen, wenn die Eltern uns damit beauftragen.

Das CI gibt es schon seit -zig Jahren. Dass nun in 2 Ämtern, 2 Sachbearbeiter auf diese Idee gekommen sind zeigt doch, dass es keine breite Meinung gibt, die das verteten würde. Auch nicht in den Amtsstuben. Und vor allem gibt es keine Gesetzgebung, die das zulässt.
Auch von den Interessenverbänden ( DG,DGB,DSB.DCIG.HCIG) wird sich niemand der Meinung dieser beiden Ämter anschliessen. Das ist eine breite und sichere Basis.
Auch hier in dem Forum habe ich niemanden gelesen, der der Meinung ist, dass man ein CI zwangsweise implantieren kann oder den Eltern das Sorgerecht deswegen abspricht etc.
Dass sich hier nun nicht jeder meldet, bedeutet nicht, dass man gleichgültig ist, sondern sich auch sagt, das das Amt damit nicht durchkommen kann.
Möglicherweise ist das ja auch schon alles zu den Akten gelegt, weil das Amt entsprechend darauf hingewiesen wurde und wir überlegen immer immer noch alles Mögliche.
Es wäre hilfreich, wenn diejenigen, die die Nachricht aufgegriffen haben und den Kontakt zu den Eltern haben, auch sofort darüber informieren, welche Schritte unternommen wurden und wie darauf seitens des Amtes reagiert wurde. Das wird leider nicht gemacht , stattdessen diese ungewisse Situation nach aussen aufrechterhalten.Wenn wir den Kontakt zu den Eltern hätten oder einen Vertretungsauftrag von ihnen, würden wir auch sofort darüber informieren.

In dem Zusammenhang von mir auch nochmal den Hinweis, dass man Mitglied in den Interessenverbänden werden sollte , sodass man diese bei Problemen auch sofort mit der Vertretung beauftragen kann.
Auch dieses Forum zB trägt dazu bei, dass wir mit unseren Problemen nicht alleine gelassen werden , uns informieren, austauschen und auch unsere Rechte vertreten und durchsetzen können.


Herzliche Grüße
Manfred
Letzte Änderung: 24 Okt 2010 08:15 von Manfred.

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24 Okt 2010 08:45 #21181 von Rosemarie
Rosemarie antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Manfred,
ist ja alles richtig , was Du geschrieben hast, aber.....diese Eltern werden nun immer in Ängsten schweben, kann ich gut nachvollziehen. Ja und wenn die Ämter eine auf den Kieker haben, so werden sie mit anderen Schikanen nicht loslassen. Ich habe da schon so einiges erlebt!
Komisch ist auch, dass gerade jetzt 2 Fälle auftreten, wo das JA eingeschaltet wurde, den Eltern massiv Angst gemacht wird. Sowas kann man für sein Leben nicht einfach auswischen, da bleibt immer was hängen.
Ich hoffe nur, den Eltern wird geholfen, sie stehen nicht alleine da.


Habs leider grad eilig, wünsch Euch einen guten Sonntag, Rosemarie.

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24 Okt 2010 10:52 #21182 von Mattea
Mattea antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Danke Manfred

Ich als Mutter von 3 Kindern bin natürlich auch irritiert über diese Handlungsweise.
Aber es ist wie du schreibst.
Hier melden sich andere zu Wort, hetzen, schimpfen, bringen Nazi-Vergleiche und reagieren mir zu emotional.
Deswegen halte ich mich aus dieser einseitig geführten und unsachlichen Diskussion raus.

Das ist genauso falsch wie die Handlung vom Jugendamt.
Hier wurde ein nicht unkenntlich gemachter Brief veröffentlicht, und auch wenn ich der gleichen Meinung bin das man niemanden zwingen kann sein Kind implantieren zu lassen, sehe ich auf der anderen Seite auch die logische Rechnung.

Ein sh Kind in der Regelschule kostet demzufolge 480,-€, bei diesen kosten kann man verstehen das man andere Wege sucht diese kosten einzusparen.

Es ist mir nicht klar wieso man sein Kind nicht auf eine sh Schule schickt.
Diese Schulen sind nicht schlechter als Regelschulen, wenn man den Wunsch hat sein sh Kind auf eine Regelschule zu schicken dann muss man auch bereit sein die nötigen Kosten mit zu tragen oder eben auch gegen unangenehme Briefe kämpfen.
Hier fehlt mir immer noch die persönliche Stellungnahme der betroffenen Eltern.
Sie haben sich bis jetzt nicht geäußert, es sind immer nur die anderen.
Und mir bereitet es Unbehagen wenn ich daran denke das diese Eltern jetzt von einem Interessenverband unterstützt wird, der gleich mit dem Hammer des Nazi-Systems draufhaut.
Wenn die so unsachlich unterstützt werden wie hier diskutiert wird, dann sehe ich schwarz.

Mattea

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24 Okt 2010 11:03 #21183 von Momo
Momo antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo,
hier meldet sich mal eine Mutter.
Ich verfolge das ganze bereits eine Weile und glaubt mir ich bin keinesfalls gleichgültig und habe mich an anderer Stelle informiert und ausgetauscht.
Zur Sache: Ich bin einfach nur entsetzt, dass ein Sozialamt auf die Idee kommt Eltern wegen Kindeswohlgefärdung beim Jugendamt zu melden, weil die Eltern ihrem Kind kein Ci implantieren lassen wollen. Es geht dabei nicht um eine lebensrettende Operation. Ich bin der Meinung, dass es natürlich den Eltern überlassen werden sollte, ob oder ob nicht sie ein Ci für ihr Kind wünschen. Vorraussetzung ist eine gute Aufklärung. Daran scheitert es aber in den meisten Fällen doch schon.
Ich kann für meinen Teil nur sagen, dass ich zu Beginn meiner "Karriere" als Mutter eines hg Kindes keinesfalls ausführlich aufgeklärt wurde. Mit wem hat man denn Kontakt? Als erstes mit dem Kinderarzt, der in der Regel wenig Ahnung vom Thema hat (und in meinem Fall mich sogar für verrückt erklärt hat mit meiner Vermutung mein Kind höre nicht richtig). Dieser verweist dann an einen HNO, im Idealfall gleich an einen Pädaudiologen. Dort wird man nach der Diagnose aber nur rein medizinisch "aufgeklärt" was machbar ist und selbst da, wenn es um die Frage nach einem Ci geht, oft auch nicht objektiv. Zu oft sind mir schon Eltern begegnet, denen das Ci als Wundermittel verkauft wurde und denen vor der OP nicht deutlich gemacht wurde welche Risiken bestehen und dass es sein kann, dass ihr Kind auch mit Ci evtl. nicht hört bzw. eingeschränkt Lautsprache versteht und lernt. (Auch hier gibt es Ausnahmen- in meinem Fall war die Aufklärung sehr ehrlich z.B.). Evtl. verweist der HNO/ Pädaudiologe an eine Beratungsstelle der zuständigen SH Schule. Dort sollte man dann eine objektive Beratung und Aufklärung erwarten über alle Möglichkeiten, inkl. der Möglichkeit Gebärdensprache. Das allerdings findet hier gar nicht statt- im Gegenteil es wird von Anfang an geraten keinesfalls Gebärden zu nutzen, da diese den Lautspracherwerb behindern bzw. es wird gesagt dass das eigene Kind aus den und den Gründen (Hörstatus zu gut, geplante Ci-OP usw.) keine Gebärden braucht. Da fängt es doch schon an, dass wir Eltern "entmündigt" werden, denn uns bleibt erstmal keine Wahl als den Fachleuten zu glauben. Man sollte über alle Möglichkeiten informiert werden: hörgerichteter Ansatz ohne Gebärden, hörgerichteter Ansatz unterstützt durch Gebärden oder Gebärdensprache und Lautsprache bilingual usw.
Warum das nicht passiert? Gute Frage. Meine Vermutung: wenn Beratungsstellen Gebärdensprache als Alternative nennen, bedeutet das, dass sie diese Förderung auch (z.B. im Rahmen der Hausfrühförderung, Kindergarten, Schule) anbieten müssten bzw. dass zumindest ein Teil der Mitarbeiter gute DGS-Kenntnisse besitzen müssten. Das aber ist leider an vielen SH Schulen die Ausnahme, da zu wenig (oder keine?) Gebärdenkurse im Studium zum Lehrer an SH Schulen verpflichtend sind.
Ich könnte das ganze jetzt so weiterführen, aber das sprengt echt den Rahmen. Nur soviel: die sog. Schulen für Gehörlose und SH sind mittlerweile ein Sammelbecken für Schüler mit allen möglichen Problemen. Schüler, die "nur" an SH oder Gehörlosigkeit "leiden" sind in der Minderheit. Viele Schüler haben keine Kommunikationsfähigkeit, wenn sie zur Schule kommen, da sie z.B. trotz Ci-Versorgung keine Lautsprache erlernt haben und Gebärdensprache zu wenig/ zu spät/ gar nicht angeboten wurde oder aber weil sie zusätzliche Beeinträchtigungen haben. Zusätzlich sind die SH Schulen von sog. AVWS Kindern überschwemmt, von denen ich in einigen Fällen eher denke, dass sie an anderen Problemen leiden, es für sie aber keine passende Schule gibt.....
Folge ist also ein Bildungsniveau weit unter dem der Regelschule, da entweder erst mal Spracherwerb anchgeholt werden muss oder aber ganz andere Dinge aufgearbeitet werden müssen( Verhaltensprobleme, Teilleistungsstörungen, Wahrnehmungsprobleme aller Art inkl. AD(H)S, Autismus usw..
Müsste man da nicht vielleicht auch mal ansetzen? In welcher Form auch immer, aber ich finde für die fitten hörgeschädigten Kinder, die einfach nur nicht oder schlecht hören, wird zu wenig getan, um ihnen gute Bildung zu ermöglichen. Sei es ein gutes Bildungsniveau an SH Schulen zu sichern oder aber die Betreuung durch Mobile Dienste an Regelschulen auszubauen und zu verbessern (letzteres wäre mein "Favorit"). Aber all das kostet Geld und daran scheitert es auch da. Und es ist auch an vielen SH Schulen Überzeugungsarbeit nötig, da Strukturen dort oft seit Jahrzehnten sehr eingefahren sind.

Das was also hier vorgeht, ist eine Folge davon. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Eltern eines gl Kindes, welches per DGS kommuniziert, ihr Kind nicht auf eine solche Schule schicken wollen.
Und die UN-Konventionen sagen klar und deutlich, dass die Schulen/ das Land dafür Sorge zu tragen haben, dass behinderete Kinder ihren Möglichkeiten entsprechend inklusiv beschult werden können und wenn das mit Dolmetscher ist, dann ist das so. Und es kann nicht sein, dass dann solche Sachen wie Anzeigen wegen Kindeswohlgefährdung stattfinden, weil auf einmal auffällt wie teuer die Umsetzung der UH-Konvention ist.
Wer zeigt eigentlich die SH Schulen an, wenn sie über Jahre Kinder ausschließlich lautsprachig fördern und keine Gebärden zur Sicherung einer guten Kommunikation anbieten? Wer reicht Beschwerden ein, wenn SH Schulen trotz Verpflichtung Regelschulniveau anzubieten, dem nicht nachkommen? Wer kontrolliert die Arbeit der SH Schulen? Die betroffenen Eltern trauen sich meist nicht, weil sie Nachteile für ihre Kinder befürchten müssen. Das macht mi9ch auch traurig, dass obwohl es alle eigentlich wissen, sich da keiner drüber aufregt. Natürlich sind nicht alle Schulen gleich, es gibt sicher auch welche die sehr gute Arbeit leisten. Diese sollten dann vielleicht als Vorbild dienen.

Nachdenkliche Grüße

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24 Okt 2010 11:09 #21184 von Momo
Momo antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Mattea
jetzt haben sich unsere Beiträge überschnitten.

Mattea schrieb:

Es ist mir nicht klar wieso man sein Kind nicht auf eine sh Schule schickt.

Hier ist das leider sehr klar, warum man das nicht will (sieh mein Bericht).Mattea schrieb:

Diese Schulen sind nicht schlechter als Regelschulen,

Doch leider in eingen Fällen schon. Und wenn DGS die Muttersprache ist erst recht, denn hier beherrschen nur ein minimaler Anteil der Lehrer an der SH-GL Schule DGS so gut, dass sie darin unterrichten könnten.....
Mattea schrieb:

wenn man den Wunsch hat sein sh Kind auf eine Regelschule zu schicken dann muss man auch bereit sein die nötigen Kosten mit zu tragen oder eben auch gegen unangenehme Briefe kämpfen.
Hier fehlt mir immer noch die persönliche Stellungnahme der betroffenen Eltern.

Aus o.g. Gründen sehe ich das anders. Wenn meinem Kind auf einer SH Schule kein entsprechendes Bildungsniveau angeboten werden kann und die Schule auch nicht in der Lage ist DGS kompetente Lehrer zu stellen, dann sehe ich sehr wohl den Staat in der Pflicht. DLand hat die UN-Konventionen anerkannt...

LG

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24 Okt 2010 11:11 #21185 von KarinKestner
KarinKestner antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Alle, also ich kann natürlich hier nicht alles breittreten, da es ja laufende Verfahren sind.
Aber beide Eltern gehen selbstverständlich nicht zum Jugendamt.
Es wurde bei dem ersten Fall ein Rechtsanwalt eingeschaltet.
Beim zweiten Fall wurde der Beschluss hingeschickt und die Eltern haben den Termin abgesagt.

Zu Manfred - es sind nicht nur zwei Fälle, mir ist auch ein Fall in Bayern bekannt, der auch schon vor Gericht ist oder war, dort wurde ein Hausgebärdensprachkurs beantragt. - gleiches Spiel....es geht ums Geld.

Es werden jetzt alle Fälle ( ja es gibt noch mehr!!! )zentral gesammelt.
Politiker und Verbände sind über die Vorgänge informiert.

Das SA des MMK hat auf die Klage reagiert und auch nach der Einstweiligen Anordnung auf Klageabweisung plädiert! Also keine Einsicht. Sie hätten ja bekannt geben können, dass sie zahlen wollen. Ich denke, sie werden auch Beschwerde beim Landgericht einreichen. Das wird dann gern hier wieder veröffentlicht.
Zur Emotionalität möchte ich nur folgendes sagen, wenn ihr den gesamten Schriftwechsel, die Telefonate etc kennen würdet, wüsstet ihr, wie schlecht es den Eltern geht und ging!
Die Kleine betet jeden Abend, dass das Sozialamt ihr die Dolmetscher bezahlt, weil sie in dieser Schule bleiben möchte.

Gruß Karin

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24 Okt 2010 11:15 #21186 von Momo
Momo antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
KarinKestner schrieb:

Die Kleine betet jeden Abend, dass das Sozialamt ihr die Dolmetscher bezahlt, weil sie in dieser Schule bleiben möchte.

Gruß Karin


Karin, wenn ich das lese kommen mir die Tränen. Ich bete mit ihr!

LG

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24 Okt 2010 13:22 #21187 von dorothea
dorothea antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Liebe Leute,
mein Beitrag zu diesem Thema ist nur kurz: Können wir bitte vorerst mal Burgfrieden halten, schweigen, solange keine rechtskräftigen Urteile vorliegen?
Grüsse rundum
Dorothea

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24 Okt 2010 13:54 - 24 Okt 2010 13:57 #21190 von Gudrun
Gudrun antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Liebe Dorothea, wenn dich die Diskussion stört, warum klickst du den Thread hier dann überhaupt an?

Auch wenn das Urteil noch aussteht, bereits die Vor-Urteilszeit (wie passend dieses Wort doch ist) ist schlimm genug und sehr wohl eine Diskussion wert. Die Eltern hängen gerade in der Luft, sind psychisch sicher sehr belastet, solange es kein Urteil gibt. Bis das feststeht, können noch viele Monate ins Land gehen. Das ist doch ein Unding. Und das alles, obwohl schon Hunderttausende von Gehörlosen bewiesen haben, dass ein Leben ohne CI genauso lebenswert ist. Ich fühle mich auch diskreditiert, schließlich bin ich ohne CI aufgewachsen und hätte ich jetzt immer noch kein CI, wäre mein Leben auch nicht schlechter als jetzt, da ich gar nicht wüsste, wie es sich mit CI lebt. (Eins weiß ich aber, wenn mein CI ausfallen würde und eine erneute CI-OP nicht mehr möglich sein sollte, wäre das für mich eine Katastrophe - aber ich wusste vor der OP, dass ich dieses Risiko eingehen würde.)

Maike, du fragst, was wir tun können. Sollen wir mit einem Schreiben an die Presse gehen, möglichst viele Personen unterschreiben lassen, bei Kobinet oder so veröffentlichen oder große seriöse Zeitungen informieren und auf den Missstand hinweisen? Ich gebe aber zu, Angst vor Konsequenzen zu haben, wenn ich mit meinem Namen öffentlich auftrete, ich habe die letzten Jahre schon genug zu kämpfen gehabt und bin froh, dass ich jetzt im Moment meine Ruhe habe. Außerdem möchte ich auch nicht, dass mir unterstellt wird, gegen das CI zu sein.

Und mit den Kosten zu argumentieren, finde ich mittlerweile fehl am Platze. Wir Menschen mit CI verursachen auch Kosten, neben der CI-OP, der Rehazeit, dem ganzen CI-Zubehör nehmen wir ja auch Dolmetscher in Anspruch, Schreibdolmetscher und sogar DGS-Dolmetscher, dann die ganze Technik (Lichtsignalanlagen, spezielle Telefone, Telefonverstärker usw.).

Ich merke, das Thema berührt mich zu sehr, ich kann einfach nicht schweigen, wie ich es eigentlich vorhatte.

gehörlos geboren, mit 2 HG aufgewachsen, jetzt CI rechts seit 09/2007 (erst Freedom, dann Nucleus 5), HG links
Letzte Änderung: 24 Okt 2010 13:57 von Gudrun.

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24 Okt 2010 14:00 #21191 von KarinKestner
KarinKestner antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Nein, Dorothea, das können wir nicht, weil wir dann 2 bis 3 Jahre noch warten müssten!

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24 Okt 2010 14:31 #21192 von dorothea
dorothea antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Tja, liebe Gudrun, liebe Frau Kestner: Dann TUN Sie doch bitte in dieser Zeit was, anstatt nur hier im Forum zu 'kämpfen'!
Gudrun, Du in Deiner Funktion kannst (aufklärend) sicher mehr bewirken, als ich 'einfache CI-Trägerin'. Und ich konnte immerhin hier in meiner kleinen Stadt im Kindergarten, beim Akustiker und anderswo und sogar beim Jugendamt(!) verbreiten, was als Allgemeinwissen zum CI bekannt sein sollte - und sogar noch ein wenig darüber hinaus!
Um möglichen Missverständnissen zuvorzukommen: Möglichkeiten und Grenzen, Gründe für Pro und Contra CI sind in meinen Ausführungen stets enthalten.
Freundliche Grüsse
Dorothea

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24 Okt 2010 14:53 #21193 von KarinKestner
KarinKestner antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Liebe Dorothea, die dummen Bemerkungen kannst du dir echt sparen.
Ich kämpfe nicht im Forum, sondern im realen Leben, ich informiere hier.

Karin - die wieder weg ist!

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24 Okt 2010 15:28 #21194 von Gudrun
Gudrun antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Liebe Dorothea, warum klickst du diesen Thread hier eigentlich an, wenn er dich aufregt? Zu deinem Einwurf, dass ich kämpfen sollte: Wer lesen kann, ist im Vorteil. Einen schönen Sonntag noch.

gehörlos geboren, mit 2 HG aufgewachsen, jetzt CI rechts seit 09/2007 (erst Freedom, dann Nucleus 5), HG links

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24 Okt 2010 17:12 #21195 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Gudrun schrieb:

Außerdem möchte ich auch nicht, dass mir unterstellt wird, gegen das CI zu sein.


Liebe Gudrun,

wieso? Aus welchen Gründen sollte Dir dann unterstellt werden, Du seist gegen das CI? Ich verstehe das nicht. Wenn wir den Mund auftun, um hier auf bestehendes Unrecht hinzuweisen, hat das mit CI pro oder kontra GAR NICHTS zu tun.

Ich mache auch meine "Klappe" immer wieder auf und troztdem hat mir noch keiner unterstellt, ich sei gegen das CI. Ich verstehe diese Ängste, ehrlich gesagt, nicht.

Das Einzige, was mir mal passiert ist, dass ein Berufsverband mich quasi "ächtete", weil ich einmal auf DGS-Dolmetscher und deren Sinn hinwies. Aber das war sehr personengebunden - und diese Dame (Du kennst sie übrigens auch!) ist bei mir sowas von "unten durch", dass mir das sch***egal ist.

Also weg mit der Angst, andere (!) könnten ein falsches Bild von Dir bekommen. "Die Deutschen sind ein Volk von Denkern. Sie denken immer daran, was wohl andere über sie denken..." das las ich irgendwo mal. Da ist was Wahres dran.

Die wirklich Feigen sind die, die aus Angst, andere könnten falsch über sie denken oder von ihnen enttäuscht sein, nichts mehr oder nicht laut genug reden...

Gerade DU hast allen Grund, laut, wirklich sehr laut und öffentlich zu reden - denn Du bist - wie ich - eben lautsprachlich aufgewachsen. Wir haben jedoch vieles dazu gelernt - und dazu gehört z. B. dass die DGS gleichberechtigt neben der LS stehen kann und darf, auch wenn Du persönlich Dein Kind ls erziehen würdest. wir haben gelernt, dass es hierbei um die Menschenwürde geht...

Grüßle
Maike (die hoffentlihc nie dann leise sein wird, wenn sie es nicht sein darf...)

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24 Okt 2010 17:18 #21196 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Andrea, Mattea und Momo,

bitte, BITTE, bitte nochmals:

=> Es gibt tatsächlich Sh-Schulen, deren Niveau UNTER dem der Regelschulen sind, besonders im Norden Deutschlands. Punkt. BITTE deshalb nicht alle in eine Schublade tun, wie Du, Andrea, es oben getan hast in deinem Posting.

=> Es gibt tatsächlich SH-Schulen, deren Niveau mit dem der Regelschulen identisch ist, in denen die Abschlussprüfungen DIESELBEN (!!! ohne Wenn und Aber!!!) wie die an den Regelschulen sind = gleiche Aufgaben, gleiches Papier, vom Kultusministerium eingeschickt und versiegelt, gleiche Prüfungszeit - an Sh-Schulen sogar OHNE Zeitverlängerung!!!) etc.. Leider sind solche eher in der Unterzahl, aber es GIBT sie definitiv. Insofern hat Mattea Recht - allerdings bezogen eben nur auf gewisse Schulen.

=> Bitte kommt nie mehr mit pauschalen Aussagen. Es gibt solche und solche Schulen. Wir haben hier in Nürnberg auch Regelschulen in der Stadt, in die ich mein Kind, hätte ich eines, nie schicken würde, egal ob es hörend oder gl wäre. Dagegen wäre dann unsere Sh-Schule mit dem Regelschullehrplan und der Regelschulzeit wie eine Privatschule, in der das Kind viel besser gefördert wird als an jeder anderen Regelschule unserer Stadt (deshalb sind die Wartelisten unserer Schulen auch so lang...)...

Grüßle
Maike

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24 Okt 2010 17:19 #21197 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Mattea,

da Du immer wieder auf die Aussagen mit den Nazi-Vergleichen kommst, fühle ich mich persönlich angesprochen.

ich glaube, Du hast nicht genau gelesen. :(

Im Klartext:

=> ich rede nicht ÜBER die Nazizeit, sondern über die Denkmuster, die dahin führen konnten. Punkt. Was anderes wirst Du bei mir hier nicht finden.

Grüßle
Maike

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24 Okt 2010 17:26 #21198 von Maike
Maike antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo Manfred,

danke für Dein Statement!

Was jedoch ganz wichtig ist, ist, dass eben die zugrundeliegenden Denkmuster (Kostenpunkt) nicht dazu führen dürfen, dass sich das gesellschaftliche Bild bezüglich der Kosten von Behinderten (egal von welchen) verändern darf. Inklusion bedeutet etwas anderes...

Insofern ist es ganz wichtig, dass wir alle bei solchen Fällen immer und immer wieder - dort, wo wir etwas bewirken können - auf diese Missstände hinweisen. Selbst wenn es rechtlich für die Betroffenen "pro" ausgehen sollte... - ich fürchte in diesem Zusammenhang nichts so sehr wie diese schleichende Veränderung im Denken ggü den Behinderten...

Denn je mehr Ämter so verfahren wie diese beiden hier bekannt gewordenen, desto niedriger wird die Hemmschwelle der Ämter, genau dieses psychisch fertigmachende Verfahren ggü Eltern einzusetzen...

Leider hat Karin Kestner Recht: Es gibt deutschlandweit noch mehr solcher Fälle... - erst letzte Woche erfuhr ich von so einem Fall persönlich... - und viele Eltern sind einfach nur verängstigt und trauen sich zunächst gar nicht, den Mund aufzumachen (das hat Rosemarie sehr gut beschrieben - es bleibt ein Trauma zurück...)...

Grüßle
Maike

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24 Okt 2010 17:35 - 24 Okt 2010 17:45 #21199 von andrea
andrea antwortete auf das Thema: Aw: kein CI für gl Kind = Kindeswohlgefährdung?
Hallo,

dieses In-der-Luft-Hängen ist für Eltern und Kinder doch furchtbar. Und wenn das Sozialamt hier bis zum Bundessozialgericht ziehen will und weitere Verleumdungkampagnen fährt, dauert das noch Jahre!

Zu den Kosten, die sollten kein Argument sein. Ich habe das nur aufgeführt, um deutlich zu machen, warum die Sozialämter zu solch fiesen Methoden greifen. Das ist keineswegs der hehre Grundsatz, den armen Kindern helfen zu wollen.

Mattea, hier hat auch keiner zu einem Nazivergleich gegriffen, das war der Taubenschlag. Man hätte im Übrigen auch keinen Nazivergleich gebraucht, um das skandlöse Treiben als ein Skandal zu benennen! Ich bin auch entsetzt darüber, dass Du verlangst, dass das Kind zu Sh-Schule soll, obwohl etliche Sh-Schulen keine Gebärden anbieten und zu Resteschulen verkommen sind. Wo bleibt da das Recht auf Bildung?

Karin, wie ist denn der rechtliche Stand? Mit der einstweiligen Anordnung muss das Sozialamt doch vorerst zahlen, auch wenn die Sache bis zum Hauptverfahren weiter verfolgt wird, oder?

Gruß
Andrea

PS: Maike, sicher gibt es Sh-Schulen, die gleiches Niveau anbieten, aber die Mehrzahl wohl eher nicht, oder? Ich habe nie behauptet, dass alle SH-Schulen kein Niveau hätten! Irgendwo las ich mal, dass in Deutschland 80% der Kinder, die eine Förderschule besuchen, diese ohne Abschluss verlassen und das dürfte der Grund dafür sein, dass Eltern oft eine inklusive Beschulung anstreben. Denn ideal stelle ich mir den Schulbesuch eienr Regelschule mit Dolmetscher auch nicht vor, wenn die Pubertät näher rückt. Für mich wäre ideal, wenn man immer vier bis sechs schwerhörige bzw. gl Kinder zusammenfasst und die Gruppe dann an eine Regelschule integriert oder wie ihr es macht, die umgekehrte Integration, dass Sh-Schulen auch nicht behidnerte Kinder aufnehmen.
Letzte Änderung: 24 Okt 2010 17:45 von andrea.

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