Ein innovatives Forschungsprojekt führender HNO-Universitätskliniken untersucht die Machbarkeit eines Hörscreenings für Erwachsene – direkt vor Ort im Amt. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Uwe Baumann, Universitätsmedizin Frankfurt, Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat, Medizinische Hochschule Hannover, und Prof. Dr. Christiane Völter, Katholisches Klinikum Bochum, Ruhr-Universität Bochum, startet im November 2025 eine deutschlandweit einzigartige Studie.
Eine Hörminderung gehört weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Sie bleibt aber bei Erwachsenen oft jahrzehntelang unentdeckt, weil eine Hörschwäche häufig durch eine erhöhte Konzentration, das laute Sprechen des Partners oder die Vermeidung von Gesprächen kompensiert wird. Das kann auf Dauer Leistungsfähigkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Studien zeigen, dass unerkannte Hörprobleme zu sozialer Isolation, beruflichen Einschränkungen und einem erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen führen können.