Gentherapie bei genetisch bedingter Schwerhörigkeit erreicht klinische Praxis

Gentherapien zur Behandlung genetisch bedingter Schwerhörigkeit haben erstmals den Übergang in die klinische Anwendung erreicht. Auf der 97. Jahresversammlung Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. werden Studiendaten, regulatorische Entwicklungen und klinische Perspektiven diskutiert.

Genetische Ursachen angeborener Schwerhörigkeit

Ein erheblicher Anteil der angeborenen hochgradigen Schwerhörigkeit oder Taubheit beruht auf genetischen Veränderungen. Eine seltene, aber gut charakterisierte Ursache ist eine Mutation im Otoferlin‑Gen, die zu einer gestörten synaptischen Signalübertragung zwischen inneren Haarzellen und Hörnerv führt. Die cochleäre Funktion ist dabei grundsätzlich erhalten, während die neuronale Weiterleitung akustischer Signale beeinträchtigt ist.

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