In den 1970er Jahren mussten fast alle gehörlosen Kinder Hörgeräte tragen – egal ob sie davon profitierten oder nicht. Viele erinnern sich bis heute an die großen Geräte und an den Zwang in den Gehörlosenschulen. Für Kinder, die völlig taub waren, brachte das Tragen keinen Nutzen. Sie hörten keine Sprache, sondern nur störende Geräusche. Heute ist die Situation anders: Es gibt moderne Hörgeräte, die Sprache besser verstärken, und Cochlea-Implantate (CI), die sogar bei völliger Taubheit eingesetzt werden können. Doch eines ist gleich geblieben: Eltern müssen sehr früh im Leben ihres Kindes entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen.