Bei Kindern fällt eine Hörstörung oft nicht sofort auf. Eltern bemerken meist zuerst, dass ihr Kind nicht oder nicht mehr auf Geräusche reagiert. Auf Ansprache reagieren schwerhörige Kinder häufig nur, wenn diese von vorne kommt und sie dabei das Gesicht der sprechenden Person sehen. Auch verzögerter Spracherwerb ist ein Alarmzeichen.
Wie stark sich eine Schwerhörigkeit im Alltag bemerkbar macht, hängt vom Ausmaß der Hörminderung ab. Ist das Gehör nur leicht eingeschränkt, fällt es einem Kind beispielsweise schwer, leises Flüstern zu verstehen. Bei einer mittelgradigen Schwerhörigkeit werden nur noch laute Geräusche wahrgenommen, bei einer starken Schwerhörigkeit nur noch sehr laute. Bei einer Gehörlosigkeit können Kinder Töne und Geräusche allenfalls noch als Vibrationen spüren. Entscheidend ist auch, ob nur ein Ohr oder beide Ohren betroffen sind.