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Samstag, 15. Dezember 2018
Dagmar Urban

Auch wenn in einer Ausgabe der CIIMPULSE bereits ausführlich über Reha-Maßnahmen berichtet wurde, möchte ich kurz über meinen zweiten Aufenthalt in Bad Nauheim schreiben. Ist so eine stationäre Reha doch m. E. die beste Möglichkeit für uns CI-Träger, das Optimale aus den technischen Gegebenheiten herauszuholen.

Dagmar Urban

Erfahrungsbericht

von Dagmar Urban, veröffentlicht in CI-IMPULSE 02/2011

Rehabilitation: Was mit therapeutischer Hilfe möglich ist

Auch wenn in den Ci-Impulsen bereits ausführlich über Reha-Maßnahmen berichtet wurde, möchte ich kurz über meinen zweiten Aufenthalt in Bad Nauheim schreiben. – Ist so eine stationäre Reha doch m. E. die beste Möglichkeit für uns CI-Träger, das Optimale aus den technischen Gegebenheiten herauszuholen.

Zuvor eine kurze Info über meine erste Reha, die ich vier Monate nach der Erstanpassung antrat. Sie brachte mich vor 1 ¾ Jahren zurück ins Berufsleben. Mit gezielter Anpassung des Sprachprozessors an meine Hörfortschritte konnte ich das Einsilbenverstehen von 10 % auf 40 % steigern. Schwindelgefühl und Tinnitus verschwanden fast ganz.

Das erforderliche tägliche spezielle Hörtraining kam in den folgenden Monaten oft zu kurz. Unter Alltagsbedingungen führte es zu sofortiger Ermüdung. Bei meinem Vollzeitjob war es also fast ausschließlich an den Wochenenden möglich. Zwar kam ich beruflich bedeutend besser zurecht als ohne CI, aber ich stieß auch jeden Tag an meine Grenzen. Trotz des Einsatzes aller verfügbarer technischer Hilfsmittel und natürlich des Mundbildes.

Immer häufiger dachte ich an die Zeit in der Kaiserberg-Klinik zurück und fragte mich, ob die dortigen Therapeuten mich noch weiter voranbringen könnten. Von den Kommentaren bei den Anpass- und Arztterminen: „Tägliches Hörtraining ist eben nötig" und „So kurz nach der ersten wird sowieso keine zweite Reha-Maßnahme genehmigt", ließ ich mich schließlich nicht mehr aufhalten und beantragte diese. Unglaublich glücklich hielt ich drei Monate später die Bewilligung in Händen. Jetzt hatte ich die Chance, mich ohne Alltagsstress ganz auf das Hörtraining zu konzentrieren.

Voller Hoffnung kam ich in Bad Nauheim an, wo die Arbeit sogleich begann. Nach der ersten geänderten Einstellung meines T-Spulen-Programms konnte ich sogar allen Vorträgen problemlos bis zum Ende folgen. Das nahm ich hocherfreut zur Kenntnis, denn bisher hatte das direkte Hören immer schnell zur Erschöpfung geführt, verbunden mit Tinnitus und Schwindelgefühl.

Ein Schwerpunkt des Einzelhörtrainings war das Telefonieren. Gestärkt durch die positiven Erfahrungen, probiere ich es nun auch an meinem Arbeitsplatz wieder mit Fremden.

War bei meiner ersten Reha noch das Gruppentraining in der Cafeteria die größte Herausforderung an das Hören, wurden es dieses Mal die Tischgespräche im Speisesaal. Die erhöhte Anzahl Patienten sorgt eben für einen entsprechenden Lärmpegel. Doch auch gerade diese Geräuschkulisse führte zu meinem Reha-Erfolg. Denn mein Gehirn hat nun gelernt, Störlärm zu erkennen und besser auszublenden, was der Abschlusstest mit einer Steigerung des Satzverstehens im Störlärm auf 75 % deutlich unterstreicht.

Nicht unerwähnt lassen will ich, dass trotz des intensiven Ganztagestrainings noch Zeit für die Kontaktpflege blieb, auch wenn ich abends meist völlig geschafft „in die Federn" fiel.

Einen für mich bedeutenden Nebeneffekt stellte ich erst zu Hause fest: Ich habe die Musik zurück! Bisher empfand ich Bekanntes von früher meist grässlich, konnte nur Stücken mit wenigen Instrumenten zuhören. Jetzt geht das sogar bei einem großen Orchester und über den MP3-Player. Selbst die „verhassten" Instrumente der hohen Tonlagen (Piccoloflöte, Geige) kann ich ertragen. Ich bin mir sicher, dass ich irgendwann von „genießen" sprechen werde.

Ich möchte alle ermutigen, sich nicht zu scheuen, den gleichen Weg zu gehen. Mein Gefühl hat mich jedenfalls nicht getäuscht, auch wenn viele das anders gesehen haben. Mit therapeutischer Hilfe ist eben doch mehr erreichbar als einem allein zu Hause am PC möglich ist!

Dagmar Urban

 
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