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Samstag, 15. Dezember 2018
Maria Hohnhorst

Erfahrungsbericht

von Maria Hohnhorst, veröffentlicht in CIIMPULSE 04/2008

Mit diesem Bericht möchte ich von meiner Ertaubung und über meine CI-Versorgung, sowie dem Hören / Verstehen erzählen.

1988 bin ich nach vorheriger an Taubheit grenz. Schwerhörigkeit bds. ertaubt.

13 Jahre trug ich Hörgeräte. Durch jährliche Kontrollen in der Med. Hochschule Hannover (MHH) hatte ich von einem Cochlear – Implantat (CI) gehört.

Doch leider gab es zu der Zeit noch keine Selbsthilfegruppen, noch sonstige Infos. Nur ein Info-Blatt erhielt ich vom Prof. Dr. Dr. Lehnhardt.

1 Jahr fuhr später ich zur stationären Voruntersuchung. Verschiedene Teste wurden durchgeführt, an einem Tag der Promontoriumtest. Hier hörte ich verschiedene Töne. Tags darauf bekam ich das Ergebnis: „CI – geeignet“ und einen Operationstermin.

Denn für mich gab es nichts zu verlieren. Mein Gedanke war, entweder lerne ich hiermit wieder etwas zu hören oder ich habe alles Mögliche versucht.

Wenige Wochen später bin ich mit gemischten Gefühlen zur Operation, des Nucleus CI22M nach Hannover gefahren. Anschließend erfolgte 4 Wochen Einheilung Daheim. Dann war die Zeit der Reha, stationäres Hörtraining gekommen. Jetzt stellte ich mir die Frage, höre ich wirklich mit dem „CI.“?

Am ersten Reha-Tag bekam ich den tragbaren Sprachprozessor „WSP“ angepasst. Alles klang so fremd. Es war überhaupt kein Vergleich mit dem Hörgeräte hören. Stimmen, Geräusche z. B. Motorgeräusche, Papier knistern, Toilettenspülung, usw. musste man erst lernen zuzuordnen. Ebenso war eine Stimmenunterscheidung zwischen hoch und tief kaum möglich. Denn es klang alles so Mickey – Maus – Stimmen ähnlich.

In den 2 Wochen Reha würde intensiv geübt mit einer Logopädin. 4 Monaten später war ich mit dem CI soweit zufrieden, das ich versucht habe Musik zu hören. Nach Übungen hörte und verstand ich die mir bekannten Lieder. Ab jetzt war ich so zuversichtlich, dass ich es nicht mehr missen möchte. Je länger ich es trug, umso natürlicher wurden die Geräusche und Stimmen. Doch leider ging mein CI im Herbst 1989 ohne erkennbaren Grund kaputt. Es war nur noch ein Ratterton.

Kurz vor Weihnachten 1989 erhielt ich ein neues “CI“. Da die Feiertage kamen, wurde mein WSP programmiert und ich dürfte ihn 2 Stunden täglich benutzen.

Januar 1990 erfolgte der Umtausch von WSP in den „Mini Sprachprozessor (MSP)“. Der MSP war nur halb so groß wie der WSP, dadurch auch wesentlich leichter. Nach der Einstellung des MSP war der Klangunterschied zu hören. Aber nach kurzer Gewöhnungszeit klangen die Stimmen/Geräusche deutlicher, klarer, feiner als mit dem Vorgänger. Telefonieren mit bekannten Personen wurde immer besser. Der MSP war mein Verständiger bis zum Jahre 1994.

Wieder gab es einen neuen Sprachprozessor (SP) auf dem Markt.

„Spectra 22“.

Nach einer Probezeit erhielt ich den Spectra 22. Diesen habe ich mit Freude getragen bis zum Herbst 1998. Ebenso die CI-Hörbrille. Welches beidseitige Mikrofon hatte. Wegen einer Entzündung und Defekt musste wieder op werden. Dabei erfolgte ein Austausch. Nun hatte ich das Implantat Nucleus CI24M.

Da ich jetzt wieder auf das Lippenablesen angewiesen war, merkte ich doch sehr, wie schön das „Hören mit dem CI“ ist. Denn ein „Hören mit dem CI“ ist nur mit funktionsfähigem Sprachprozessor und Headset möglich. 4 Wochen später, also nach der Einheilungszeit, erhielt ich den SP-Sprint mit der „Speak“ – Strategie. Alles hörte sich fremd an. So das ich kaum etwas verstehen konnte. Die Geräusche wurden störend empfunden. Daher war ich erst oft verzweifelt. Nach Wochen wurde es etwas besser. Nun war ich mit der Mikrofonempfindlichkeit (bis 20 Stufen, WSP/MSP/Spectra 22 nur 1 Stufe) besser vertraut und testete die ACE–Strategie. Hörte und merkte großen Klangunterschied. Die Stimmen /Geräusche hörten sich sehr fein an. Dagegen war das Hören mit dem „Speak“ Programm nun sehr unklar, mit sehr störend empfundenen Umweltgeräuschen. Mit der ACE – Strategie war für mich das Hören verständlicher, ebenso in einer großen Gruppe.

Im Jahr 2002 erhielt ich den Hinter dem Ohr-Sprachprozessor „ESPrit 3G“. Dieser SP trägt gegenüber dem Taschenprozessor weitere Verbesserungen. Deutlich feineren Klang, welches ein noch besseres Verstehen und Hören der Sprache/Musik ermöglicht. Einstellmöglichkeit auf Whisper bzw. Flüsterstellung, welche sehr gut geeignet ist, zum Fernsehen und in lauter Umgebung. Telefonieren mit der Telecoil-Stellung und einem Telefon mit Magnetfelderzeuger bzw. Induktionsspule.

Leider musste wegen einer schweren Entzündung das „CI“ im Sept.2002 entfernt werden. Da ich ein Hören mit dem „CI“ gewohnt war und ich es nicht missen möchte, ließ ich mir auf der anderen Seite ein neues „CI“ Nucleus 24M implantieren.

Da mir nach über 14 jähriger Taubheit bewusst war, dass dieses Hören anders sein würde.

Zuerst hörte ich nur einen hohen Ton. Stimmen erkennen und Geräusche hören /erkennen war kaum möglich. Mehrmaliges Einstellen des SP verbesserte es. Dann kam ich für 4 Wochen zur Reha nach Bad Berleburg. Intensives Üben in Gruppen, Einzeltraining und die Computersprachen trug zum positiven Erfolg bei. Durch weiteres intensives Üben Daheim, mit Alltagsleben, Hörübungen mit Hörbücher, Fernsehen mit Untertitel und Anschluß der Mini-FM-Anlage besser. Das Mundbild brauchte ich bei tiefe Stimmen und undeutlich sprechende Person, sowie im Störfeld immer.

Dennoch war ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Denn über Jahre in vollkommener Stille zu leben, wenn man weiß wie schon das Hören mit einem "CI" ist, stelle ich mir sehr schwer vor.

Wieder gab es Probleme im Herbst 2003 auf der implantierten Seite. Gesichtsneuralgie mit Zuckungen. Aus diesem Grunde mussten viele Elektroden (T-Level & L-Level) abgeschaltet werden. So waren bis zur Reimplantation (Juli 2004) nur noch 9 Elektroden an. Dementsprechend schlecht war das Hören. Es musste erneut Reimplantiert werden. Wiederum habe ich in den 6 Wochen "Stille" festgestellt, wie hilfreich ein "CI" ist. Ende August erfolgte die Anpassung. Konnte sofort wieder Sprache verstehen. Telefonieren und Fernsehen / Radio verstehen/ hören war kaum möglich. Dennoch war ich froh, wieder "HÖREN" zu können.

Da die Technik immer weiter fortschritt, bekam ich im Okt. 2006 der Freedom SP. Hier merkte/hörte man die deutlichen, feinen Verbesserungen. Aber bemerken möchte ich, den Freedom fand von der Einstellung her, erst sehr unbequem. Man könnte nicht mehr am Rädchen lauter stellen. Alles erfolgte über Knopfdruck. Zu Beginn der Zeit musste ich diesen oft vom Ohr nehmen, um umschalten zu können oder auf eine andere Lautstärke. Hieran gewöhnte man sich mit der Zeit.

Da die rechte Seite, meine schlechteste Seite war und blieb, wurde ein Antrag auf Wiederimplantation links bei der Krankenkasse gestellt. Dieses wurde innerhalb von 7 Wochen genehmigt. Somit erfolgte im Januar 2008 die CI-Versorgung links. Mittlerweile waren die Technik und auch die Implantate moderner geworden.

Ich bekam auf der Seite von Nucleus das Freedom Implantat der Firma Cochlear. Nun war Warten auf Einheilung angesagt. Nach gut 10 Wochen erfolgte die Erstanpassung. Da ich ein Hören mit dem CI ja kenne und auch auf der Seite schon kannte, war ich dennoch gespannt wie es klingen möge.

Nach Programmierung schaltete der Ingenieur die Elektroden an. Ich hörte erst nur ein Piepsen. War etwas enttäuscht. Aber im Laufe des Tages verbesserte es sich und ich konnte Stimmen verstehen. In den 3 Tagen Anpassungszeit musste es täglich neu eingestellt werden. Am 3. Tag erfolgte eine Anpassung der beiden Sprachprozessoren. Es erfolgten Hörteste, einzeln sowie zusammen. Jetzt hatte die neu implantierte Seite mit dem Freedom Sprachprozessor die alte Seite schon deutlich überholt.

Ich war richtig glücklich. Verstand meine Geschwister wieder am Telefon, sowie auch mein Schwager womit ich nicht mehr telefonieren konnte. Ich merkte, täglich wie es besser wurde. Sogar ein Verstehen/Hören im Störlärm ist möglich. Auch über 30-50m Entfernung in Ruhe.

Der Sprachprozessor war mit folgenden Programmen programmiert: Normales, ASC (autom. Empfindlichhkeitsregelung bei permanenten Geräuschen (Zug, Autofahren, etc.) ; ein ADRO ( bei vorübergehende Störgeräusche) und ein BEAM (Richtwirkungs) Programm:

Alle Programme der beidseitigen Sprachprozessoren waren mir schnell zu leise. So, das ich 4 Wochen später zur Neuprogrammierung gefahren bin.

Nach dieser Programmierung, Lauter Stellung und Anpassung der Elektroden, war ich sehr zufrieden mit dem CI. Ein jeder der mit mir sprach, sagte, Mensch jetzt hörst Du aber gut besser.

Nach gut 3 Monaten war wieder eine Kontrolle in der MHH angesagt. Dann erhielt ich die SmartSound 2 Programme.

ADRO, ASC mit BEAM; ADRO mit BEAM und Standard.

Mit diesen Programmen komme ich jetzt im Alltag sowie im Störgeräusch deutlich mit dem Verstehen / Hören besser zurecht.

Und mit den Ergebnissen bin ich super zufrieden. Denn ich verstehe jetzt im Störgeräusch 32%. Freiburger Einsilber 85% und HSM Satztest in Ruhe 100%.

Hoffe sehr, dass mir beide CI`s erhalten bleiben.

Dennoch möchte ich zum Schluss bemerken, alle CI – Träger/innen machen unterschiedliche, eigene Hörerfahrungen und wir bleiben auch "hörbehindert".

Denn in bestimmten Situationen sind wir vollkommen taub. Da die Technik nicht wassertauglich ist (z. B. im Bad, Friseur), sowie bei Ablegung des programmierten SP ( z. B. Nachts) oder bei Ausfall der Technik.

 
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