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Samstag, 15. Dezember 2018
Rainer Wilps

Mit meiner Schwerhörigkeit seit 1992 und der CI-Versorgung 2006 habe ich auch die Hilfsmittelversorgung der GKV (Gesetzliche Krankenkassen Versicherung) kennen gelernt.
Wie in Deutschland üblich, haben besonders geschulte und verantwortungsvolle Personen Bestimmungen und Gesetze für die Gewährung von Hilfsmitteln für behinderte Menschen festgelegt. Die Herstellung und Logistik dieser Hilfsmittel sind ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

Rainer Wilps

Erfahrungsbericht

von Rainer Wilps, veröffentlicht in CI-IMPULSE 01/2012

Rauchmelder für Hörgeschädigte

Mit meiner Schwerhörigkeit 1992 und CI-Versorgung 2006 habe ich auch die Hilfsmittelversorgung der GKV (Gesetzliche Krankenkassen Versicherung) kennen gelernt.

Wie in Deutschland üblich, haben besonders geschulte und verantwortungsvolle Personen Bestimmungen und Gesetze für die Gewährung von Hilfsmitteln für behinderte Menschen festgelegt. Die Herstellung und Logistik dieser Hilfsmittel sind ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

Wie bekannt, ist der Spardruck bei den Krankenkassen (KKn) sehr hoch. Und realistischerweise ist nicht alles Wünschenswerte, was es auf dem Markt gibt, auch dringend erforderlich und von den KKn finanzierbar. Viele, wirklich notwendige Hilfsmittel werden jedoch erst bewilligt, nachdem dies durch das Urteil eines Sozialgerichts so entschieden wurde. Die dabei entstehenden zusätzlichen Verfahrenskosten sind von den KKn dann zusätzlich zu zahlen! Die Sachbearbeiter der Krankenkassen sollten doch eigentlich behinderten Menschen die ihnen zustehenden Hilfsmittel ohne langen Rechtsweg - den es für die Patienten (noch) fast kostenfrei gibt – bewilligen.

Bis 1992 hatte ich keinerlei Hilfsmittel. Beruflich war ich dann auf Hörgerät und Brille angewiesen. Meine Ertaubung kam plötzlich und mit ihr die Notwendigkeit weiterer Hilfsmittel. Erfreulich war die ausgezeichnete Information vor, während und nach meiner ersten CI-OP durch das Fachpersonal der MHH und des DHZ auch zu Hilfsmitteln und sonstigen Leistungen der GKV.

Zur Bewilligung von Hilfsmitteln war die Vorinformation der Selbsthilfe und der amtlichen Stellen eine große Hilfe; sie hat mir eine Blitzanlage für Telefon und Klingel beschert. Wenn auch nicht im ersten Anlauf - aber das kennen wir ja!

Meine HKK Bremen hat mich in den ersten Jahren bei der Versorgung mit Hörgeräten und Hörbrille gut begleitet. Mit der CI-Versorgung 2006 wurde es dann zunehmend schwieriger und der Ton wurde rauer. Die zweite CI-OP 2008 war schon eine Sache, bei der die Notwendigkeit in Zweifel gezogen wurde und der Spardruck erkennbar war.

Bei der Re-Implantation 2009 musste dann die MHH sehr deutlich und kompromisslos auf einer dritten OP bestehen, was angesichts der Haltung der HKK schon merkwürdig war, da es medizinisch keine Zweifel an der Indikation gab. Sich dreimal am Kopf operieren lassen ist auch für einen robusten Patienten keine erstrebenswerte Freizeitbeschäftigung!

Rauchmelder sind bekanntermaßen Lebensretter!

Seit Jahren gab es verschiedene Modelle und Ausführungen, nur nicht optisch und mit einer vorhandenen Meldeanlage kombinierbar. 2008 erfuhr ich dann, dass es auch kombinierbare gibt und diese auch von einigen Krankenkassen im Einzelfall bewilligt werden, wie z. B. von der AOK Bremen. Auch ich bat um Kostenübernahme für eine entsprechende Anlage. Dieser Antrag wurde dann aber schon vor einer Klageerhebung vor dem Sozialgericht zurück gezogen - mit dem Hinweis auf das BSG-Urteil v. 24.04.2008 (Rauchmelder = Unfallverhütung). Es war eine Komplettanlage mit Sender und Empfänger, Wert ca. 450 €.

Im März 2011 stellte ich erneut einen Antrag zur Bewilligung eines Rauchmelders für taube Menschen. Dabei handelte es sich um eine Ergänzung der vorhandenen Meldeanlage, Wert 146 €. Es sind beides mobile Anlagen. Verwunderlich war die Begründung gegen den Widerspruch (Unfallverhütung) Ende Juni 2011, ohne auf die Einzelheiten der besonderen Bauart gegenüber herkömmlichen Rauchmeldern einzugehen.

Bei Rauchmeldern allgemeiner Art schließe ich mich der Begründung des BSG an; bei extra für einen Behinderten zugedachten, wie von mir beantragt, bin ich anderer Meinung. Die Bundes- u. Ländergesetzgebung gibt uns Hörgeschädigten je nach Bundesland die Möglichkeit, optische und/oder vibrationsunterstützte Rauchmelder in der Wohnung fest installieren zu lassen - eine durch DIN EN14604 vorgegebene Ausrüstung. Die Termine und Fristen sind bei den Vermietern und Wohnungsbehörden bekannt. Daraus ergibt sich aber bisher nicht, dass die KKn die Installation auch erstatten müssen. Möglicherweise liegt hier ja der „Hase im Pfeffer“. - Fest installierte Anlagen werden teilweise schon genehmigt, mobile und kombinierbare aber offensichtlich gar nicht. Der Wert einer mobilen und kombinierbaren Anlage ist meiner Meinung nach erheblich größer, weil sie auch auf Reisen oder durch andere Umstände wie (z. B.) Wecker / Klingel genutzt werden kann.

Ich hoffe, dass Politiker nicht erst durch ein konkretes Ereignis, bei dem hörbehinderte Menschen aufgrund eines fehlenden Rauchmelders zu Schaden kommen, aufmerksam werden und erst dann eine Änderung herbeiführen, sondern dass sie dies schon vorher und in Bälde vollziehen werden.

Ich wünsche Euch allen diese „Erfahrung“ mit der Antragstellung nicht!

Rainer Wilps

 
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