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Samstag, 15. Dezember 2018
Ulrike Fast

Ulrike Fast

Erfahrungsbericht

von Ulrike Fast, veröffentlicht in CI-IMPULSE 02/2010

Hörfit-Seminar

Das Hörfit-Seminar vom 19. bis 21. März 2010 in Hannover war für mich ein voller Erfolg! Eingeladen hatte die DCIG (Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft) gemeinsam mit der Logopädin Margarete Bojanowicz vom Hörzentrum Hannover (HZH). Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat, in Vertretung von Prof. Dr. T. Lenarz, stand für Fragen zur Verfügung. Sieben Teilnehmer - alles CI-Patienten - nutzten dies gern und stießen auch zahlreiche Diskussionen an.

Es war eine Gruppe, in die alle ganz unterschiedliche Hörbiografien und Charaktere einbrachten. Ich war erstaunt, wie sozial die Teilnehmer waren - alle trugen zum guten Arbeitsklima bei. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir viel geschafft und konnten eine Menge Positives mit nach Hause nehmen. In den Gesprächen Gleichgesinnter oder mit den Therapeuten war die wichtigste Frage: „Wo stehe ich jetzt mit meinem CI?" beantwortet worden. Die Seminarleiterinnen der DCIG, Christl Vidal und Margit Gamberoni, beide auch CI-versorgt, haben ihre Sache sehr gut gemacht.

An Taubheit grenzend schwerhörig mit Tinnitus

Ich trage das CI seit Juni 2009 nach einem Tinnitus (Ende Januar 2009), der so „zerstörerisch" wirkte, dass ich – mit an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit - das Leben nicht mehr lebenswert fand. Vor allem fürchtete ich, meinen Job zu verlieren; ich arbeite als Erzieherin in einem Regelkindergarten. Nach einer Behandlung mit Infusionen nahm ich den Tinnitus zwar nur noch leise wahr, allerdings nur solange ich das Hörgerät nicht trug (dieses ließ ihn lauter werden). Mit dem Hörgerät am anderen Ohr verstand ich nur noch wenig. Ich war auch damals schon mit Hörgeräten überwiegend auf das Lippenlesen angewiesen. Nicht mehr verantwortungsvoll arbeiten zu können, das konnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Zudem widerstrebte es mir, dass sich meine Kolleginnen für mich immer so „abmühen" mussten - obwohl sie es gerne taten -, und ich wollte unbedingt in meinem Beruf bleiben.

Heute weiß ich und bekomme es ganz oft zu hören, wie erleichternd die Zusammenarbeit mit mir seit einigen Monaten ist, es ist weniger mühevoll, einfach alles viel einfacher. Man müsse nicht mehr immer für mich mitdenken, sagte einmal eine Kollegin - das hat mich umgehauen! Aber sie hat ja recht.

Ende gut, alles gut?

In meiner Familie - ich habe mit meinem Mann drei Kinder (12, 10 und 5 Jahre alt) - ist nun auch alles viel fröhlicher, denn ich bin weniger gereizt. Ich verstehe sogar die Kinderwitze und Einwürfe und kann heraushören, ob man nun sauer sein muss oder ob etwas zur allgemeinen Belustigung dient. Ich war zuvor meistens sauer, weil ich eben nicht wusste, ob die Kinder mich zum Beispiel austricksten. Viele Späße am Tisch hatte ich daher zuvor von vornherein unterbunden.

Und wenn ich unseren Jüngsten ohne Lippenablesen verstehe, dann ist alles in Butter! So geschehen letzte Woche: Weil ich ihm eine Erzählung nicht ganz abgenommen hatte und er mich ärgern wollte, nachdem ich sagte „Das war jetzt wohl 'n Witz!", antwortete er, „ ... von Onkel Fritz".

Ulrike Fast, Bremen

(Kontaktaufnahme möglich über die HCIG)

 
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